Enttäuschende Länderspiel-Tage für Gladbach-Profis
Für die Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach verliefen die jüngsten Länderspiele alles andere als zufriedenstellend. Gleich fünf Profis des Bundesligisten waren für ihre Nationalteams im Einsatz – doch keiner von ihnen erhielt einen Startelfplatz, was für deutlichen Frust sorgte.
Völlige Bank-Perspektive für drei Spieler
Besonders enttäuschend war die Situation für Jens Castrop. Der 22-jährige Deutsche musste beim 0:4-Debakel Südkoreas gegen die Elfenbeinküste komplett auf der Bank verweilen. Diese Mannschaft wird bei der kommenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko übrigens einer der Gruppengegner Deutschlands sein.
Ebenso wenig Spielzeit erhielten Shuto Machino und Niklas Swider. Der 25-jährige Japaner saß bei der 1:0-Erfolgsreise seiner Nationalmannschaft in Schottland volle 90 Minuten auf der Ersatzbank. Der deutsche Youngster Niklas Swider (19) erlebte immerhin einen 1:0-Sieg der U19-Nationalmannschaft gegen Griechenland – allerdings ebenfalls ausschließlich von der Bank aus.
Späte Einwechslung bei US-Debakel
Giovanni Reyna und Joe Scally kamen im Länderspiel der USA gegen Belgien zwar zum Einsatz, doch auch ihr Einsatz war alles andere als erfreulich. Die beiden 23-jährigen Gladbach-Profis wurden erst in der 70. Spielminute eingewechselt – zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:4 für die Belgier.
Das Spiel endete mit einer deutlichen 2:5-Niederlage der Amerikaner, die als WM-Gastgeber eigentlich optimistisch in die Partie gegangen waren. Scally sah in der kurzen Einsatzzeit noch eine Gelbe Karte, während Reyna keine nennenswerten Akzente setzen konnte.
Reynas optimistische Vorbereitung
Besonders bemerkenswert ist Reynas Situation, da er sich im Vorfeld des Spiels äußerst positiv gezeigt hatte. Trotz seiner schwierigen Situation bei Borussia Mönchengladbach – seit dem 17. Januar beim 0:0 gegen den Hamburger SV hatte er keine einzige Minute mehr gespielt – freute er sich über die Nominierung.
„Ich denke, es ist immer einfacher, wenn man Woche für Woche spielt. Bei mir ist das nicht so. Ich bin glücklich und freue mich sehr, wieder das Vertrauen der Trainer zu genießen“, erklärte Reyna vor dem Spiel.
Der Offensivspieler betonte auch seinen Spielansatz: „Ich möchte einfach ich selbst sein. Ich möchte Spaß an meinem Spiel haben, einfach Spaß am Spielen. Natürlich gibt es Richtlinien, an die ich mich halten soll, aber der Trainer lässt den Offensivspielern viel Freiheit. Das wissen wir sehr zu schätzen, denn die meisten Angreifer genießen Freiheit.“
Nächste Chance gegen Portugal
Die nächste Gelegenheit, diese Freiheit auf dem Platz auszuleben, haben Reyna und Scally bereits am Mittwoch. Dann treffen die USA auf Portugal – das Spiel beginnt um 1 Uhr nach deutscher Zeit. Ob die beiden Gladbacher dann mehr Spielzeit erhalten und ihre Qualitäten besser zeigen können, bleibt abzuwarten.
Insgesamt markieren diese Länderspiele eine enttäuschende Phase für die Gladbach-Nationalspieler, die sich alle mehr Einsatzzeit und bessere Ergebnisse erhofft hatten. Die fehlende Startelfpraxis könnte sich auch auf ihre Form bei Borussia Mönchengladbach auswirken, wo sie sich um regelmäßige Einsätze bemühen.



