Greuther Fürth verpasst Chancen gegen Paderborn
Die SpVgg Greuther Fürth hat im entscheidenden Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga eine bittere Niederlage einstecken müssen. Vor 12.085 Zuschauern im Ronhof unterlag das Team von Trainer Heiko Vogel am Sonntag dem Aufstiegskandidaten SC Paderborn mit 0:2. Trotz einer insgesamt soliden Leistung und mehrerer Großchancen fehlte es den Franken an der nötigen Effektivität vor dem Tor.
Latte und Pfosten als unüberwindbare Hindernisse
Die Partie war von Beginn an offen und unterhaltsam. Greuther Fürth zeigte sich spielerisch durchaus auf Augenhöhe mit der starken Mannschaft aus Ostwestfalen. Doch genau in den entscheidenden Momenten mangelte es an Präzision. Noel Futkeu vergab in der 45. Minute nach starker Vorarbeit von Sayfallah Ltaief eine goldene Gelegenheit, als er den Ball knapp am Tor vorbeischob.
Nach der Pause setzten sich die verpassten Chancen fort. Jannik Dehm sah, wie sein Distanzschuss von Paderborns Torwart Dennis Seimen mit den Fingerspitzen an die Latte gelenkt wurde. Später traf der eingewechselte Lukas Reich nur den Pfosten. „Wir hatten sehr viele Chancen und gute Aktionen, aber uns haben die letzte Präzision und der letzte Pass gefehlt“, resümierte Futkeu nach dem Spiel.
Paderborn nutzt seine Möglichkeiten eiskalt
Während die Fürther ihre Möglichkeiten nicht nutzten, zeigte der SC Paderborn, wie man effizient abschließt. In der 51. Minute verwertete Stefano Marino einen Steilpass von Laurin Curda mit einem platzierten Schuss zum 1:0. Gegen Ende der Partie setzte der eingewechselte Filip Bilbija mit seinem zehnten Saisontor in der 86. Minute den Schlusspunkt.
Trainer Heiko Vogel zeigte sich nach der Niederlage ambivalent: „Kompliment für die Leistung meiner Mannschaft, aber nicht für das Ergebnis. Wir hätten lieber die drei Punkte mitgenommen.“ Er verwies auf ein bekanntes Problem: „Wir sind gut in die Partie gekommen, waren dann aber zu unpräzise – das verfolgt uns schon seit drei Spielen.“
Abstiegskampf bleibt extrem eng
Die Niederlage bedeutet für Greuther Fürth eine weitere Verschärfung der Abstiegssituation. Als Vorletzter der Tabelle schwebt der Verein in höchster Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Allerdings bleibt die Lage denkbar knapp: Vom ersten Nichtabstiegsplatz trennt die Franken lediglich die Tordifferenz.
Kapitän Branimir Hrgota versuchte, trotz der Enttäuschung Optimismus zu verbreiten: „Es sind Kleinigkeiten, die dazu führen, dass wir das Spiel verlieren. Wir müssen jetzt weitermachen. Dann werden wir unsere Tore auch wieder machen.“ Trainer Vogel blickt bereits nach vorn: „Wir wissen, in welcher Situation wir sind, das geht bis zum Schluss so. Danach wird abgerechnet.“
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Greuther Fürth die fehlende Präzision noch findet oder ob die verpassten Chancen gegen Paderborn am Ende den Ausschlag im Kampf um den Klassenerhalt geben werden.



