Nach dem späten Gegentreffer im Halbfinal-Hinspiel der Europa League bei Sporting Braga ist die Enttäuschung beim SC Freiburg groß. Torhüter Noah Atubolu zeigte sich nach dem 1:2 in Portugal sichtlich verärgert. „Das ist so unnötig, unfassbar“, klagte der 23-Jährige bei RTL. Die Niederlage am Donnerstagabend warf die Mannschaft von Trainer Julian Schuster zurück, wenngleich der Traum vom Finale in Istanbul am 20. Mai noch nicht ausgeträumt ist.
Spätes Gegentor trübt die Stimmung
Der SC Freiburg war früh in Rückstand geraten, konnte aber durch ein Tor von Vincenzo Grifo ausgleichen und hatte das Spiel über weite Strecken kontrolliert. Erst in der Nachspielzeit gelang Mario Dorgeles der Siegtreffer für die Gastgeber. Atubolu, der in der ersten Halbzeit einen Elfmeter pariert hatte, erklärte: „Ich habe den Ball erst spät gesehen und konnte ihn deshalb nicht festhalten.“ Die Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) hat sich dadurch verschlechtert.
Schuster: „Nichts ist vorbei“
Trainer Julian Schuster zeigte sich trotz der Niederlage kämpferisch. „Das 1:1 wäre gerecht gewesen. Aber auch so ist noch alles drin, es ist erst die Hälfte gespielt, und mit unseren Fans ist noch alles möglich“, sagte der Coach. Das späte Gegentor bezeichnete er als „sehr, sehr ärgerlich“. Dennoch lebt die Hoffnung auf das Endspiel in Istanbul, wo entweder Nottingham Forest oder Aston Villa warten würden. Atubolu ergänzte: „Nichts ist vorbei, aber wir machen uns so das Leben selbst schwer, weil uns auch die Kraft am Ende gefehlt hat.“ Die Freiburger benötigen im Rückspiel einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied, um den Finaleinzug perfekt zu machen.



