Die 14 Fußballclubs der Frauen-Bundesliga haben die nächsten Schritte zur Ausgliederung der Liga vollzogen. Wie der Ligaverband FBL mitteilte, stimmten alle Vereine auf der Mitgliederversammlung für den Grundlagenvertrag mit dem DFB, für die Gründung der FBL GmbH und für die eigene Ausschreibung der Medienrechte. „Die Frauen-Bundesliga wird sichtbarer, innovativer und wachstumsfähiger“, sagte FBL-Präsidentin Katharina Kiel laut Mitteilung.
Übergang der Organisation zum 1. Juli 2027
Die Frauen-Bundesliga wird ab kommendem Sommer nicht mehr vom Deutschen Fußball-Bund organisiert. DFB und FBL hatten sich bereits im Vorfeld darauf geeinigt. Die nächste Spielzeit ist noch eine Übergangssaison, ehe die Verantwortung zum 1. Juli 2027 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf die FBL übergeht. Das Modell orientiert sich an der Struktur der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Männerfußball.
Grundlagenvertrag regelt Beziehungen für sieben Jahre
Der Grundlagenvertrag regelt die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Beziehungen zwischen DFB und FBL zunächst für sieben Jahre. Laut FBL sollen in dieser Zeit mehr als 20 Millionen Euro vom DFB an die FBL fließen. Die FBL wird dabei ordentliches Mitglied im DFB. FBL-Präsidentin Katharina Kiel nimmt einen Platz im DFB-Präsidium ein.
Gründung der FBL GmbH und Geschäftsführung
Die künftige FBL GmbH soll als Tochtergesellschaft des FBL e. V. als operative Ligagesellschaft zentrale Aufgaben wie die Organisation, Vermarktung und Weiterentwicklung der Frauen-Bundesliga verantworten. Die Gründung soll spätestens zum 1. Oktober erfolgen. Das Präsidium wird laut Mitteilung eine externe Personalberatung mit der Suche nach einer hauptamtlichen Geschäftsführung beauftragen.
Ausschreibung der Medienrechte für 2027/28 und 2028/29
Die Mitgliederversammlung ermächtigte das Präsidium zudem dazu, das Medien- und Vermarktungskonzept der Frauen-Bundesliga national und international für die Spielzeiten 2027/28 und 2028/29 auszuschreiben.



