Bundesliga: Finkgräfes emotionales Debüttor für RB Leipzig
Finkgräfes emotionales Debüttor für RB Leipzig

Ein ganz besonderes Bundesliga-Tor: Max Finkgräfe schießt sein erstes Tor für RB Leipzig – für den Ersatzspieler ist der Treffer gegen Union Berlin von ganz besonderer Bedeutung. Es war mehr als nur ein Tor. Als Max Finkgräfe für RB Leipzig traf, öffnete der Linksverteidiger nicht nur die Tür zum Heimsieg, sondern ließ auch große Emotionen zu. Sein erster Treffer im Trikot der Sachsen war einem ganz besonderen Menschen gewidmet: seinem verstorbenen Großvater.

Der Treffer zum 3:1-Sieg

Beim 3:1 gegen Union Berlin brachte der 22-Jährige RB früh in Führung. Von der Strafraumkante nahm Finkgräfe den Ball direkt und vollendete sehenswert – es war sein erstes Pflichtspieltor für Leipzig. Aus sportlicher Sicht legte der Treffer die Basis für den fünften Leipziger Ligasieg in Serie, der einen weiteren Schritt in Richtung Champions League bedeutete. Persönlich jedoch war das Tor für Finkgräfe mindestens genauso wichtig.

RB-Profi gedenkt seinem Opa

Nach dem Abpfiff sprach der Defensivspieler offen über die besondere Bedeutung des Tores. „Ich habe ehrlich gesagt davon geträumt. Das Tor geht an meinen verstorbenen Opa und ich hoffe, er freut sich.“ Dieser habe ihn nicht nur zum Fußball gebracht, sondern ihm auch mit auf den Weg gegeben, dass er „einfach mal draufschießen soll, nur dann können Tore fallen“. Er sei kurz emotional geworden, „dann musste ich mich relativ schnell wieder einkriegen“.

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Finkgräfes Weg in Leipzig

Dass der Premierentreffer ausgerechnet jetzt fiel, passt zu Finkgräfes Weg in Leipzig. Nach seinem Wechsel vom 1. FC Köln im Sommer hatte ihn zunächst eine Knieverletzung ausgebremst. Erst in den vergangenen Wochen arbeitete er sich Schritt für Schritt ins Team – auch begünstigt durch Ausfälle in der Defensive. Der Lohn: das Vertrauen des Trainers und nun ein emotionaler Meilenstein.

„Für solche Momente arbeite ich“

Ihm sei bewusst gewesen, dass er in Leipzig nicht so häufig zum Einsatz kommen würde, wie das bei seinem Ex-Verein womöglich der Fall gewesen wäre: „Aber ich habe mir einen Plan gemacht und für solche Momente arbeite ich Tag für Tag.“ In der laufenden Saison kommt der 22-Jährige auf nur 315 Einsatzminuten. Für seine Offensivqualitäten ist er nicht bekannt, weshalb Teamkollege Willi Orban scherzte: „Ich wusste gar nicht, dass er so einen Abschluss hat. Das habe ich ihm gar nicht zugetraut.“ Leipzigs Trainer Ole Werner freute sich derweil über die Breite im Kader: „Du wirst nicht die Saison mit elf oder 14 Spielern durchspielen, sondern du brauchst in einer Saison mit den Zielen, die wir haben, wirklich jeden Einzelnen.“

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