FIFA leitet Verfahren gegen Spanien nach antimuslimischen Gesängen in Barcelona ein
FIFA-Verfahren nach antimuslimischen Gesängen in Barcelona

FIFA-Verfahren nach antimuslimischen Gesängen beim Länderspiel in Barcelona

Der Fußball-Weltverband FIFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den spanischen Fußballverband RFEF eingeleitet. Dies erfolgte nach antimuslimischen Gesängen von Anhängern der spanischen Nationalmannschaft während des Freundschaftsspiels gegen Ägypten in Barcelona. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf eine offizielle Erklärung der FIFA.

Mögliche Sanktionen und Reaktionen

Als mögliche Sanktionen drohen dem spanischen Verband eine Geldstrafe und ein Zuschauerausschluss für zukünftige Spiele. Das Spiel endete mit einem 0:0-Unentschieden, wurde jedoch von den Vorfällen überschattet. Starspieler Lamine Yamal, der selbst Muslim ist, verurteilte die Gesänge auf Instagram. Er betonte, dass diese, auch wenn nicht direkt gegen ihn gerichtet, als respektlos und inakzeptabel empfunden werden.

Nationaltrainer Luis de la Fuente äußerte sich ebenfalls deutlich und sprach von totaler und absoluter Abscheu gegenüber den Vorfällen im Stadion des RCD Espanyol.

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Details zu den Vorfällen und Ermittlungen

Ab etwa der 20. Spielminute skandierten Teile der Fans, insbesondere aus einem Bereich hinter einem Tor, wiederholt rassistische und antimuslimische Parolen. Bereits vor dem Anpfiff wurde die ägyptische Nationalhymne von Teilen des Publikums ausgebuht. Vereinzelt waren auch Beleidigungen gegen den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zu hören.

Nach Angaben des US-Fernsehsenders ESPN wertete die FIFA anschließend Videoaufnahmen des Spiels aus und prüfte Berichte des Schiedsrichters, des Spielbeobachters sowie des Sicherheitsteams. Diese Ermittlungen bildeten die Grundlage für das nun eingeleitete Disziplinarverfahren.

Die Geschehnisse haben internationale Aufmerksamkeit erregt und unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen Diskriminierung im Fußball. Die FIFA betont in ihrer Erklärung die Notwendigkeit, solche Vorfälle konsequent zu ahnden, um die Integrität des Sports zu wahren.

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