FC Bayern trotz 16 Gegentoren in sechs Spielen: Kein Einigeln gegen PSG
FC Bayern: Kein Einigeln trotz Defensivschwäche vor PSG

Der FC Bayern zeigt sich trotz anhaltender Defensivschwächen vor dem Champions-League-Halbfinalrückspiel gegen Paris Saint-Germain unbeirrt. Nach dem 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim kassierte das Team von Trainer Vincent Kompany in den vergangenen sechs Partien 16 Gegentore – ein gefährlicher Trend. Dennoch betonten Spieler und Verantwortliche, dass man den eigenen Spielstil nicht aufgeben werde.

Einschwören auf das Rückspiel gegen PSG

Nach dem wilden Unentschieden standen die Bayern-Profis Arm in Arm vor der Südkurve und schworen sich gemeinsam mit den Fans auf das große Ziel am Mittwoch ein: Paris Saint-Germain soll im Halbfinale der Königsklasse eliminiert werden. „Die Jungs sind heiß. Ich bin wirklich gespannt, ich glaube, am Mittwoch wird das Ding hier brennen“, sagte Doppeltorschütze Leon Goretzka. „Ich habe richtig Bock auf das Spiel, so wie wir alle. Wir wollen einfach ins Finale.“

Fan-Unterstützung und Choreografie geplant

Die Südkurve plant für das Rückspiel eine große Choreografie. Ein Fan-Banner mit der Aufschrift „Mittwoch alle in Rot“ machte bereits die Kleiderwahl klar. Trainer Kompany ist überzeugt von der Wirkung der Fans: „Wenn was passieren kann, dann in diesem Stadion – und das wird dann ein geiles Fußballspiel.“

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Defensive Schwächen als Risiko

Doch nur mit Emotionen wird es gegen die abgezockte PSG-Mannschaft nicht funktionieren. Bayern muss einen Weg finden, die Konter des Titelverteidigers besser zu unterbinden als im Hinspiel (4:5-Niederlage). Selbst gegen Heidenheim klafften große Lücken, das zwischenzeitliche 2:3 fiel nach einem Konter. In der zehnten Minute der Nachspielzeit rettete Michael Olise das Remis, als sein Schuss vom Rücken des Keepers Diant Ramaj ins Tor abprallte.

16 Gegentore in sechs Spielen

Sportdirektor Christoph Freund räumte ein: „Natürlich kassieren wir momentan zu viele Gegentore, auch zu leicht teilweise. Das wird natürlich angesprochen und analysiert.“ Der Trend ist alarmierend: 4:3 gegen Real Madrid, 4:2 gegen Stuttgart, 2:0 gegen Leverkusen, 4:3 gegen Mainz, 4:5 gegen PSG, 3:3 gegen Heidenheim – in sechs Partien gab es 16 Gegentreffer. Die alte Fußballweisheit „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Titel“ scheint aktuell nicht aufzugehen.

Joshua Kimmich deutete an, dass die Mannschaft die Problematik erkannt hat: „Auf Sicht, wenn wir dann wieder in die neue Saison starten oder auch in den nächsten Wochen, wird man natürlich ein paar Dinge anpassen und in die Analyse gehen. Aber es wird jetzt nicht passieren, dass wir unseren Spielstil, unsere DNA komplett verändern. Dafür sind wir zu erfolgreich gewesen.“

Balance statt Einigeln gegen PSG

Möglicherweise wären Anpassungen hilfreich, um gegen PSG nicht ganz so offen zu stehen. Auch das defensive Mittelfeld ist gefordert. Kimmich kündigte an: „Wir werden uns nicht irgendwie hinten einigeln. Wir sind ein Tor hinten. Wir sind die Mannschaft, die auf jeden Fall ein Tor braucht. Wir müssen mit einem Tor gewinnen. Egal, ob es wieder ein 5:4 ist, ein 3:2 oder ein 1:0.“

Rückkehrer und Moral machen Hoffnung

Gegen PSG stehen Tom Bischof und Lennart Karl zumindest wieder für Kurzeinsätze zur Verfügung. Die Moral in der Mannschaft ist herausragend. „Man darf nicht vergessen, dass die Jungs wieder das Tor machen am Ende und alles dafür tun, das Spiel nicht zu verlieren“, sagte Kompany und hob „Mentalität, Wille und Glaube“ hervor. Am Mittwoch wird es allerdings auch auf andere Qualitäten ankommen: Balance, Cleverness und Killerinstinkt.

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