Schwere Ausschreitungen beim Old Firm: Fans stürmen Spielfeld in Glasgow
Fans stürmen Spielfeld bei Celtic-Rangers-Derby in Glasgow

Schwere Krawalle beim Old Firm: Fans stürmen Spielfeld in Glasgow

Das traditionsreiche Derby zwischen den Erzrivalen Celtic Glasgow und den Glasgow Rangers ist am Samstag von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Nach dem Pokalspiel, das Celtic im dramatischen Elfmeterschießen mit 4:2 für sich entschied, stürmten Anhänger beider Klubs das Spielfeld im legendären Ibrox Park und lieferten sich gewalttätige Auseinandersetzungen.

Eskalation nach dem entscheidenden Elfmeter

Der frühere Gladbacher Tomas Cvancara hatte den entscheidenden Elfmeter verwandelt, woraufhin seine Teamkollegen auf ihn zustürmten. Das Problem: Die Fans von Celtic taten es ihnen wild feiernd gleich und überrannten die Sicherheitsbarrieren. Als Reaktion darauf stürmten auch zahlreiche, teils vermummte Anhänger der gastgebenden Rangers auf den Rasen, warfen Gegenstände und Leuchtraketen in Richtung der Gästefans.

Polizei setzt Schlagstöcke ein

Hunderte Ordnungskräfte hatten größte Mühe, die rivalisierenden Fangruppen getrennt zu halten. Die Polizei setzte teilweise Schlagstöcke ein, um schlimmere Auseinandersetzungen zu verhindern und die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Bilder der gewalttätigen Szenen gingen um die Welt und sorgten für Entsetzen in der Fußballgemeinschaft.

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Verband kündigt Untersuchung an

Angaben zu möglichen Verletzten und Festnahmen gab es zunächst nicht. Der schottische Fußball-Verband kündigte jedoch umgehend eine gründliche Untersuchung der Vorfälle an und verurteilte die Ausschreitungen auf das Schärfste. Beide Klubs wollten sich laut BBC-Berichten zunächst nicht offiziell zu den Geschehnissen äußern.

Kontroverse Entscheidung im Vorfeld

Im Vorfeld des Derbys war die kontroverse Entscheidung getroffen worden, dass 7500 Celtic-Fans bei der Partie anwesend sein durften. Lange Zeit war die Anzahl der Gästefans beim sogenannten „Old Firm“ auf lediglich 800 begrenzt gewesen, in den vergangenen Jahren auf maximal 2500. Experten gehen davon aus, dass diese Entscheidung nach den aktuellen Vorkommnissen möglicherweise wieder gekippt werden könnte.

Trainer äußert sich zum sportlichen Ausgang

Danny Röhl, der deutsche Trainer der Rangers, äußerte sich nach der enttäuschenden Niederlage zum sportlichen Aspekt: „Das Ergebnis ist natürlich sehr enttäuschend für uns. Elfmeterschießen ist auch immer ein bisschen Glückssache. Wir waren über 120 Minuten die bessere Mannschaft und haben wirklich ein gutes Spiel gemacht. Aber im Fußball geht es letztendlich um Ergebnisse, und heute haben wir nicht das Ergebnis bekommen, das wir aus meiner Sicht verdient haben.“

Die Vorfälle werfen erneut Fragen nach der Sicherheit bei hoch emotionalen Fußballspielen auf und könnten weitreichende Konsequenzen für zukünftige Derbys zwischen den beiden traditionsreichen Glasgow-Clubs haben.

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