Mexiko hat sich mit einem 2:0-Sieg gegen Ecuador ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 geschossen. Die Partie im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt war von einem heftigen Unwetter überschattet, das den Anpfiff um eine Stunde verzögerte. Statt um 3 Uhr deutscher Zeit begann die Begegnung erst um 4 Uhr. Die Zuschauer wurden über Lautsprecher und die Anzeigetafel über die Verspätung informiert.
Ecuador legt offizielle Beschwerde bei der Fifa ein
Bereits vor dem Spiel hatte der ecuadorianische Fußballverband (FEF) offiziell Beschwerde bei der Fifa eingelegt. In einer Mitteilung hieß es: „Zu einigen außersportlichen Vorfällen im Vorfeld des Achtelfinalspiels teilt der ecuadorianische Fußballverband mit, dass er bei den Organisatoren offiziell Beschwerde eingelegt hat, da dieses Vorgehen den Grundsätzen von Fair Play, Gleichbehandlung und Zusammenhalt, für die eine Fußball-Weltmeisterschaft stehen sollte, deutlich widerspricht.“
Die Beschwerde bezog sich auf mehrere Punkte: die deutlich längere Anreise der ecuadorianischen Delegation, die mangelhafte Versorgung mit Eintrittskarten für ecuadorianische Fans sowie das Verhalten mexikanischer Anhänger, die die ecuadorianischen Spieler in der Nacht vor der Partie um den Schlaf brachten. Videos zeigten, wie sich Fans mit Feuerwerk, Trommeln, Hupen und lauter Musik aus Autos vor dem Hotel des Gegners versammelten.
Trainer Sebastián Beccacece (45) war bereits am Montag zu spät zur Pressekonferenz gekommen und hatte sich beschwert: „Wir haben drei Stunden länger gebraucht als geplant. Ein Flug, der dreieinhalb Stunden dauern sollte, plus der Transfer zum Hotel, wurde am Ende zu einer Reise von fast neun Stunden.“
Mexiko dominiert und zieht ins Achtelfinale ein
Auf dem Rasen konnte Ecuador seinen Worten keine Taten folgen lassen. Mexiko zeigte sich von Beginn an dominant und ging in der 22. Minute durch ein Tor von Quinones in Führung. Alvarado hatte mit einem wunderbaren Pass auf Quinones aufgelegt, der aus der eigenen Hälfte losrannte und aus halblinker Position knallhart ins Netz traf – 1:0.
Nur neun Minuten später legte Mexiko nach. Ecuador bekam den Ball nicht aus der eigenen Abwehr, Pacho spielte einen Fehlpass. Über Umwege gelangte der Ball zu Jimenez, der aus 14 Metern sein 47. Länderspieltor für Mexiko erzielte – 2:0. In der 67. Minute hatten die Mexikaner sogar die Chance auf das 3:0, doch die Kopfbälle von Montes und Vasquez blieben erfolglos.
In der Nachspielzeit lieferte sich Ecuadors Hincapie ein Wortgefecht mit Gimenez. Dabei hielt er sich die Hand vor den Mund – eine seit kurzem verbotene Geste. Die Folge: Rote Karte. Das änderte am Spielausgang jedoch nichts mehr.
Ecuador scheitert trotz Beschwerde
Für Ecuador war es ein Turnier zum Vergessen. Bereits in der Gruppenphase hatte die Mannschaft mit fünf Aluminiumtreffern Pech – auch gegen Mexiko traf Yeboah in der 18. Minute nur den Pfosten. Es war der fünfte Alu-Treffer der Ecuadorianer in diesem Turnier. Der Verband hatte in seiner Mitteilung noch betont: „Ecuador wird auf diese unsportlichen Handlungen stets auf dem Spielfeld antworten.“ Doch die Antwort blieb aus.
Mexiko trifft im Achtelfinale nun auf einen noch nicht bekannten Gegner. Die Mannschaft von Trainer Diego Cocca präsentierte sich nach dem überraschenden Sieg gegen Deutschland in der Vorrunde erneut stark und gilt als ernstzunehmender Titelkandidat.



