Ausschreitungen bei Dynamo Dresden: Polizeiermittlungen laufen weiter
Nach den gewalttätigen Ausschreitungen beim Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC vor knapp zwei Wochen dauern die polizeilichen Ermittlungen weiter an. Bislang sind keine Tatverdächtigen identifiziert worden, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden gegenüber der „Sächsischen Zeitung“ mitteilte. Die Aufklärung des Vorfalls nimmt mehr Zeit in Anspruch als zunächst erwartet.
Ermittlungsgruppe „EG Fahne“ arbeitet an 19 Fällen
Derzeit ermittelt die Polizei in insgesamt 19 Einzelfällen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen. Eine speziell eingerichtete Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Fahne“, bestehend aus 14 Beamtinnen und Beamten, arbeitet daran, den genauen Ablauf des Vorfalls zu rekonstruieren. „Mit Blick auf den Auslöser der gewalttätigen Auseinandersetzung steht nach wie vor der Diebstahl einer Fan-Fahne im Fokus“, erklärte die Polizei in einer aktuellen Stellungnahme.
Dynamo Dresden plant Konsequenzen für Täter
Der Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hatte bereits am vergangenen Dienstag öffentlich Stellung bezogen und angekündigt, gegen die Verantwortlichen der Ausschreitungen konsequent vorzugehen. Geplant sind unter anderem:
- Hausverbote für die identifizierten Täter
- Entzug der Vereinsmitgliedschaft
- Weitere disziplinarische Maßnahmen
Allerdings sind diese Maßnahmen von der Identifikation der Täter durch die Polizei abhängig, die bisher noch nicht erfolgt ist.
Hintergrund der Ausschreitungen
Bei dem Spiel am 4. April 2026 waren Anhänger beider Mannschaften über Absperrzäune geklettert und hatten sich im Innenraum des Stadions gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. Dabei wurden auch Feuerwerkskörper eingesetzt. Polizeibeamte mussten eingreifen, um die Lager zu trennen und das Spielfeld zu sichern. Die genauen Umstände und die Anzahl der beteiligten Personen werden weiterhin von der Ermittlungsgruppe aufgeklärt.
Die Polizei betont, dass weitere Ermittlungen notwendig sind, um die Täter zu identifizieren und den Vorfall vollständig aufzuklären. Die Zusammenarbeit mit dem Verein Dynamo Dresden und den Sicherheitsbehörden wird fortgesetzt, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



