Playoff-Drama in der NHL: Dank einer Tor-Gala von Leon Draisaitl (30) lebt die Hoffnung der Edmonton Oilers wieder. Mit einem Blitzstart und zwei Treffern des deutschen Superstars verhinderten die Kanadier das vorzeitige Aus in der ersten Playoff-Runde. Gegen die Anaheim Ducks gewannen die Oilers nach drei Niederlagen in Serie mit 4:1 und meldeten sich eindrucksvoll zurück.
Tor-Gala von Leon Draisaitl
Schon früh drehte Draisaitl auf: In der 11. Minute traf er zum 3:0, später legte er im zweiten Drittel das 4:1 nach. Beide Treffer bereitete Connor McDavid vor, dessen Einsatz nach einer Verletzung bis kurz vor Spielbeginn noch auf der Kippe gestanden hatte.
Der Sieg war auch eine Antwort auf das bittere Spiel zuvor. Beim 3:4 in Spiel 4 hatte ein echtes Millimeter-Drama in der Verlängerung für Frust gesorgt. In der dritten Minute der Overtime schob Ryan Poehling den Puck aufs Tor, der zwischen den Schonern von Goalie Tristan Jarry hindurchrutschte und offenbar nur hauchdünn die Linie überquerte. Erst nach langem Video-Check wurde der Treffer gegeben. Edmontons Coach Kris Knoblauch war fassungslos: „Ich kann nicht sehen, dass er drin ist. Ich kann die Linie nicht erkennen. Die ursprüngliche Entscheidung fiel erst 60 bis 90 Sekunden nach dem Schuss. Sie haben sich erst besprochen und dann entschieden, dass es ein Tor war. Ich weiß nicht … das war nicht wirklich eindeutig.“
Draisaitl war der gefeierte Mann für die Oilers
Jetzt gibt es zumindest die sportliche Antwort – doch der Druck bleibt riesig. Die Oilers müssen in der kommenden Nacht erneut in Anaheim gewinnen, um die Serie weiter offen zu halten. Immerhin: Draisaitl und McDavid kennen solche Situationen. Seit 2016 stehen sie bereits zum 16. Mal in einem Spiel, das bei einer Niederlage das Saison-Aus bedeuten würde. In den vergangenen zwei Jahren erreichte Edmonton jeweils das Finale – verlor aber beide Male gegen die Florida Panthers.
Der Stanley Cup fehlt Draisaitl noch immer. Jetzt hat er seinem Team eine neue Chance gegeben.



