Double-Traum wackelt: Lüneburg unter Zugzwang gegen Berlin
Double-Traum wackelt: Lüneburg unter Zugzwang

Die SVG Lüneburg steht im Kampf um die deutsche Volleyball-Meisterschaft unter Druck. Nach der Auftaktniederlage gegen die Berlin Recycling Volleys in der Best-of-five-Serie wackelt der Traum vom Double. Am Mittwochabend unterlag der Pokalsieger den Berlinern mit 1:3 und liegt nun in der Serie mit 0:1 zurück. Am Samstag (18.00 Uhr/Dyn) müssen die Norddeutschen in Berlin gewinnen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Hübner lobt Moral, sieht aber Defizite

Trainer Stefan Hübner zeigte sich trotz der Niederlage zuversichtlich. „Es freut uns, dass die Mannschaft nicht aufgesteckt hat“, sagte der Coach. Allerdings räumte er ein, dass Berlin in Spiel eins „einfach besser“ gewesen sei. „Das war bärenstark, mit unheimlich Druck im Aufschlag“, analysierte Hübner. Die ersten beiden Sätze gingen klar an die Hauptstädter, erst im dritten Satz kämpfte sich Lüneburg zurück und verkürzte. Im vierten Satz behielt Berlin jedoch die Oberhand.

Howe: „Wir haben uns selbst ein Loch gegraben“

SVG-Mittelblocker Jackson Howe kritisierte die eigene Leistung: „In den ersten beiden Sätzen haben wir einfach schlecht gespielt. Wir haben uns da selbst ein Loch gegraben, aus dem wir erst wieder rauskommen mussten.“ Im dritten Durchgang habe die Mannschaft aber „Charakter gezeigt“. Für das nächste Spiel fordert er eine Steigerung: „Wir müssen einfach ein höheres Niveau zeigen. Wir wissen, dass es jetzt in Berlin schwer wird. Jetzt kommt es darauf an, dass wir uns gut vorbereiten und dann das Beste zeigen, was wir können.“

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Berlin präsentiert sich in Bestform

Die Berlin Recycling Volleys, die seit 2016 die Liga dominieren, haben sich rechtzeitig in Topform präsentiert. Trotz eines komplizierten Saisonverlaufs mit zwei Trainerwechseln stehen sie nun im Finale. Interimscoach Markus Steuerwald warnt jedoch vor Übermut: „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Es ist eine lange Serie mit Höhen und Tiefen, die wird es auf beiden Seiten geben. Die konstantere Mannschaft wird am Ende gewinnen.“

Historie spricht für Berlin

Seit 2005 wird der Meistertitel nur von zwei Vereinen gewonnen: den BR Volleys und dem VfB Friedrichshafen. Lüneburg will diese Serie durchbrechen. In der Hauptrunde hatte die SVG als Tabellenführer vor Berlin abgeschlossen und sich zudem den DVV-Pokal gesichert. Der Double-Traum war greifbar, doch nun droht ein Déjà-vu aus der Vorsaison, als Berlin ebenfalls mit drei Siegen in drei Spielen triumphierte.

Die Lüneburger wollen am Samstag in Berlin ihre Chancen wahren. Ein Sieg wäre der erste Schritt, um die Serie zu drehen und den Traum vom Double am Leben zu erhalten.

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