DFL verurteilt Krawalle in Dresden scharf: „Gefährden den gesamten Fußball“
DFL verurteilt Krawalle in Dresden: Gefahr für Fußball

DFL verurteilt Krawalle in Dresden scharf: „Gefährden den gesamten Fußball“

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die gewalttätigen Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC in aller Deutlichkeit verurteilt. In einer Stellungnahme gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte der Ligaverband, dass diese Vorfälle nichts mit der eigentlichen Fankultur zu tun hätten und eine ernste Gefahr für den gesamten Fußball darstellten.

Entsetzen und Forderung nach schneller Aufarbeitung

„Wir setzen uns seit Monaten intensiv für sinnvolle und vertretbare Sicherheitsmaßnahmen ein, um die hohe Sicherheit in den Stadien zu stärken und die positive Fankultur zu wahren“, erklärte die DFL. Die jüngsten Krawalle würden jedoch genau diese Bemühungen untergraben und sowohl die Fankultur als auch den Fußball insgesamt gefährden. Daher sei eine rasche und konsequente Aufarbeitung der Geschehnisse dringend geboten, die im Interesse aller 36 Profiklubs liege, die gemeinsam den deutschen Profifußball ausmachen.

Politische Reaktionen und Ermittlungen

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) bezeichnete das Spiel als „Skandalspiel“ und kündigte an, dass der Charakter der nächsten Innenministerkonferenz maßgeblich davon geprägt sein werde, wie streng die Konsequenzen aus diesen Krawallexzessen gezogen werden. Die Polizei in Dresden hat bereits mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren eingeleitet, um die Vorfälle aufzuklären.

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Chronologie der Ausschreitungen im Rudolf-Harbig-Stadion

Beim Spiel zwischen Dynamo Dresden und der Berliner Hertha kam es im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion zu einer Eskalation der Gewalt. Zunächst wurde von beiden Fanlagern Pyrotechnik gezündet, was zu einer ersten Unterbrechung der Begegnung führte. Anschließend kletterten Fans über die Zäune, und vermummte Dresdner Anhänger rannten entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock, wo sie eine Gäste-Fahne entwendeten. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen, was Schiedsrichter Sven Jablonski veranlasste, das Spiel ein zweites Mal zu unterbrechen und die Teams in die Kabinen zu schicken.

Polizeibeamte versuchten während der gesamten Vorfälle, die Situation unter Kontrolle zu bringen und die Dynamo-Fans zurück in ihre Blöcke zu drängen. Die Bilder der Krawalle sorgten bundesweit für Entsetzen und lösten eine breite Diskussion über Sicherheitsstandards im Profifußball aus.

Die DFL betonte abschließend, dass solche Vorfälle nicht toleriert werden könnten und alle Beteiligten – von den Vereinen über die Fans bis hin zu den Sicherheitsbehörden – gemeinsam Verantwortung tragen müssten, um die Integrität des Sports zu wahren.

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