Nach einer letzten kurzen Nacht im WM-Camp in Winston-Salem laufen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Vorbereitungen auf die Heimreise. Am Vormittag Ortszeit fand ein Abschlussmeeting der Nationalspieler und des Stabs um das Team im Teamhotel The Graylyn Estate statt. Eine geschlossene Abreise aus North Carolina wird es im Anschluss nicht geben. Die Spieler um Kapitän Joshua Kimmich sollen im Laufe des Tages individuell ihre Heimreise antreten, wie der Deutschen Presse-Agentur bestätigt wurde.
Kein DFB-Statement zu Nagelsmann
Nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay in Foxborough hat die Verbandsführung um Präsident Bernd Neuendorf bislang noch nicht auf die Ankündigung von Julian Nagelsmann reagiert, als Chefcoach weitermachen zu wollen. „Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen“, hatte Nagelsmann nach dem verpassten Einzug ins Achtelfinale am Spielort gesagt.
Der Vertrag des 38-Jährigen läuft noch bis nach der Europameisterschaft 2028, für die sich das DFB-Team aber erst noch qualifizieren muss. Er bereite die EM und auch die im September beginnende neue Nations-League-Runde „gerne“ vor, wenn der DFB das wolle.
Zukunft der Nationalmannschaft ungewiss
Das vorzeitige WM-Aus wirft Fragen auf. Die Mannschaft um Kimmich und die Verbandsführung müssen nun die nächsten Schritte besprechen. Die individuelle Heimreise unterstreicht die Auflösung des Camps. Ein offizielles Statement des DFB zu Nagelsmanns Zukunft steht noch aus.
Die dpa berichtet, dass die Verbandsspitze um Neuendorf die Ankündigung Nagelsmanns noch nicht beantwortet hat. Nagelsmann selbst signalisierte Bereitschaft, aber der DFB muss nun entscheiden, ob er den Trainer hält oder einen Neuanfang plant.



