Die Musik rund um die Fußball-Weltmeisterschaft stößt bei den deutschen Nationalspielern nicht immer auf Begeisterung. Besonders kritisch sehen sie Songs, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) produziert wurden. „Ich mag es, wenn das wirklich echte Musiker sind und echte Menschen“, sagte Verteidiger Jonathan Tah vor dem WM-Auftaktspiel gegen Curaçao.
Schlotterbeck zeigt sich skeptisch
Auch sein Abwehrkollege Nico Schlotterbeck betrachtet den Trend zu Internet-Klamauk-Liedern kritisch. „Ich hab's mitbekommen. Also, ich finde manche gut, manche nicht so gut“, erklärte der Dortmunder. Innerhalb der DFB-Elf habe sich bislang kein Song als potenzieller Turnier-Hit herauskristallisiert.
Rund um die WM in den USA, Mexiko und Kanada kursieren zahlreiche Lieder über die Nationalspieler, von denen einige mit zweifelhaftem Inhalt und KI-Unterstützung erstellt wurden. Diese Entwicklung hat wenig mit der traditionellen WM-Musik des DFB zu tun.
Früher sangen die DFB-Stars selbst
Bei früheren Turnieren produzierten die Nationalspieler eigene Schallplatten. Udo Jürgens nahm mit dem Team vor der WM 1978 im Tonstudio den Song „Buenos Dias Argentina“ auf, der die Hitparaden eroberte. Vor dem WM-Triumph 1990 in Italien intonierten Teamchef Franz Beckenbauer und die Spieler um Kapitän Lothar Matthäus erneut mit Udo Jürgens den Titel „Wir sind schon auf dem Brenner“. 1994, als die WM ebenfalls in den USA stattfand, sangen die DFB-Kicker mit den Village People „Far Away in America“.
Schlotterbeck betonte, er sei nicht für die Musikauswahl in der Kabine zuständig. „Ich höre da gerne zu, deswegen freue ich mich einfach, wenn gute Musik läuft. Und ich finde, das kriegen die Jungs auch immer ganz gut hin“, sagte der 26-Jährige.
Tah konzentriert sich auf Fußball
Kollege Tah zeigte sich angesichts des Medieninteresses amüsiert. „Aber es ist schon lustig, wie viel sich damit beschäftigt wird von außen. Aber wir fokussieren uns lieber einfach auf das Wesentliche“, erklärte der 30-Jährige.



