DFB prüft neue WM-Regeln erst nach Turnier
DFB prüft WM-Regeln erst später

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich erst nach der Fußball-Weltmeisterschaft mit den verschärften Regeln für das Turnier befassen. Dies gab Alex Feuerherdt, Sprecher der DFB-Schiedsrichter GmbH, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bekannt. Die neuen Bestimmungen, die unter anderem eine Rote Karte für Spieler vorsehen, die in einer Konfrontation mit dem Gegner ihre Hand vor den Mund halten, treten bereits am 11. Juni in Kraft, wenn die WM in den USA, Kanada und Mexiko beginnt.

Ifab beschließt Regeländerungen

Die internationalen Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) hatten die Anpassungen bei einer Sondersitzung in Vancouver beschlossen. Ziel sei es, diskriminierendes Verhalten zu unterbinden, so das Ifab. Der DFB möchte die Entscheidung inhaltlich nicht kommentieren, wie Feuerherdt erklärte. Ob die Regel auch in anderen Wettbewerben wie der Bundesliga oder der Champions League angewendet wird, bleibt zunächst den jeweiligen Organisatoren überlassen. Langfristig könnte dies jedoch verpflichtend werden, teilte das Ifab mit.

Weitere Verschärfung: Protestabgänge

Neben der Mund-zu-Halt-Regel wurde auch das Verlassen des Spielfelds aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung mit einer Roten Karte belegt. Dies gilt ebenso für Offizielle, die Spieler dazu auffordern. Sollte ein Team durch ein solches Verhalten einen Spielabbruch verursachen, wird die Partie grundsätzlich für den Gegner gewertet. Der DFB hält sich bei der Bewertung dieser Neuerungen bedeckt und verweist auf eine spätere Entscheidung.

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