Nach dem enttäuschenden Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft ist Teamchef Julian Nagelsmann in die Schusslinie geraten. Sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch unter Experten wird sein Verbleib infrage gestellt. Der 37-Jährige wirkte während des entscheidenden Spiels merkwürdig entrückt, wie Kollege Danial Montazeri beschreibt: „Er habe in den letzten Minuten des denkwürdigen Spiels so ausgesehen, als wollte er jeden einzelnen Fehler korrigieren, der ihm bei dieser WM und in den Monaten zuvor unterlaufen war. Verdammt viele Fehler waren das.“
Nagelsmanns Zukunft ungewiss
Nagelsmann selbst gibt sich kämpferisch und macht keine Anstalten, sein Amt aufzugeben. Dennoch zeichnet sich ab, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf ihn zugehen und eine Trennung forcieren könnte. Arbeitsrechtlerin Mira Ney rät Betroffenen in solchen Situationen: „Mein Rat: nichts sagen, nichts unterschreiben, nichts signalisieren.“ Der DFB müsste Nagelsmann einen Auflösungsvertrag vorlegen, sollte er nicht freiwillig zurücktreten.
Klopp als Wunschkandidat? Nicht unbedingt
Als möglicher Nachfolger wird öffentlich vor allem Jürgen Klopp gehandelt. Der ehemalige BVB-Coach, derzeit vereinslos, äußerte sich zurückhaltend: „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen.“ Kollege Marcus Krämer warnt jedoch: „Bitte nicht!“ Er plädiert für eine Lösung ohne großen Namen und schlägt Alternativen vor. „Es muss kein großer Name sein“, so Krämer.
Bundeskanzler Merz zeigte sich nach dem WM-Aus demonstrativ stolz auf die Mannschaft, was in der Bevölkerung auf Unverständnis stieß. „Er scheint die Wirklichkeit häufiger anders wahrzunehmen als die Leute, die er regiert“, analysiert Montazeri. „Merz hat offenbar nie wirklich verstanden, dass ein Bundeskanzler nicht so ungelenk kommunizieren kann wie ein Oppositionsführer. Und Nagelsmann hat offenbar nie wirklich verstanden, dass ein Nationaltrainer nicht coachen kann wie ein Clubtrainer.“
Gewaltverbrechen in Stade: Neue Details zum Täter
Nach der Bluttat in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade haben Ermittler neue Erkenntnisse zum mutmaßlichen Täter gewonnen. Es handelt sich um den 45-jährigen türkischen Staatsbürger Fatih Khan G. aus Garbsen bei Hannover. Er soll zuvor sein drei Monate altes Kind geschüttelt haben; ein Arzt stellte entsprechende Verletzungen fest. Die 34-jährige Mutter lebte getrennt von ihm und war mit dem Kind in der Einrichtung untergebracht. Das Amtsgericht Neustadt am Rübenberge hatte zweimal im Sorgerechtskonflikt entschieden. Am Tattag war ein Gespräch zwischen dem Vater, Mitarbeitenden der Einrichtung und dem Jugendamt geplant. Ermittler prüfen, ob dieses Treffen eskalierte und G. dabei auf Anwesende schoss.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sprach von einer „kaltblütigen Tat“ ohne politische oder wirtschaftliche Hintergründe. „Wir haben derzeit keine Hinweise dafür, dass eine Clanzugehörigkeit besteht“, sagte auch die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Insgesamt wurden sechs Erwachsene getötet – vier Frauen und zwei Männer. Mutter und Kind blieben unverletzt.
Proteste gegen AfD-Parteitag in Erfurt
Am Samstag findet in Thüringen der Bundesparteitag der AfD statt – genau 100 Jahre nach dem Reichsparteitag der NSDAP. Die Kampagnenorganisation Campact und Klimaaktivistin Luisa Neubauer planen, sich an den Protesten zu beteiligen. In einer gemeinsamen Erklärung kündigen Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz und Neubauer an, an „friedlichen Sitzblockaden“ teilzunehmen, um den Parteitag „so lange wie möglich aufzuhalten“. Sie berufen sich auf ein Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte, wonach die AfD „nachweislich verfassungswidrig“ sei. Der Widerstand gegen Rechtsextreme dürfe „nicht als ein rein linkes Thema verstanden werden“, so Bautz und Neubauer. Kritiker befürchten jedoch, dass die Proteste vor allem von Westdeutschen getragen werden, während die AfD im Osten längst Volkspartei ist.
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Der Supreme Court der USA hat Trumps Plan gestoppt, das Staatsbürgerschaftsrecht einzuschränken. Kinder, die in den USA geboren werden, erhalten weiterhin automatisch die US-Staatsbürgerschaft. Die Spritpreise in Deutschland ziehen vor dem Ende des Tankrabatts deutlich an. Die Inflation sinkt überraschend auf 2,3 Prozent. Ein Anschlag mit einer Paketbombe in Monaco galt offenbar einem ukrainischen Oligarchen.



