DFB-Frauen vor entscheidendem WM-Qualifikationsspiel in Norwegen
Nach dem überzeugenden 5:0-Auftaktsieg gegen Slowenien in Dresden steht für das deutsche Frauen-Nationalteam die nächste und nach Einschätzung von Bundestrainer Christian Wück größte Herausforderung in der WM-Qualifikation an. Am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) treffen die DFB-Frauen in Stavanger auf Norwegen, die in der ersten Runde mit 1:0 in Österreich gewannen.
Wück sieht Norwegen als größte Hürde
Bundestrainer Christian Wück vermied bei der Abschlusspressekonferenz vor der Partie diplomatische Floskeln und nannte die Norwegerinnen klar den Gegner, der sein Team am meisten fordern werde. „Ich könnte jetzt sagen, das nächste Spiel ist immer das wichtigste“, so Wück, „aber ich glaube, es ist tatsächlich der Gegner, der uns am meisten fordern wird.“
Kunstrasen als Heimvorteil für Norwegen
Ein besonderer Faktor im Stadion von Stavanger ist der ungewohnte Untergrund. Die Norwegerinnen verfügen nach Ansicht des Bundestrainers über einen kleinen, aber bedeutsamen Vorteil, da sie den heimischen Kunstrasen deutlich besser kennen als die deutschen Spielerinnen. „Sie haben von Beginn an einen kleinen Vorteil, weil sie diesen Kunstrasen besser kennen als wir“, erklärte Wück.
Angreiferin Jule Brand von Olympique Lyon bestätigte die Ungewöhnlichkeit der Bedingungen: „Ich habe echt ewig nicht mehr auf Kunstrasen gespielt, deswegen bin ich mal gespannt, wie es ist.“ Die Spielerin fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wenn da der Ball verspringt, ist es auf jeden Fall nicht der Platz.“
Direkte Qualifikation als Ziel
In der WM-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifiziert sich der Gruppenerste direkt für das nächste große Turnier. Nach dem Spiel in Norwegen folgen für die DFB-Frauen noch zwei Partien gegen Österreich, bevor das Rückspiel gegen Norwegen am 5. Juni in Köln stattfindet.
Positiv für Bundestrainer Wück ist die Personalsituation: Vor dem Abschlusstraining in Stavanger gab es keine Ausfälle im Kader, sodass das Team mit voller Stärke antreten kann. Die Vorbereitung auf den ungewohnten Kunstrasen und die starken norwegischen Gegnerinnen steht nun im Mittelpunkt der letzten Trainingseinheiten.



