Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2026 ein peinliches Aus erlitten. Im Sechzehntelfinale unterlag das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann Paraguay im Elfmeterschießen. Die Partie endete nach 120 Minuten 1:1, ehe die Südamerikaner vom Punkt die Nerven behielten. Für die DFB-Elf ist es der nächste Albtraum bei einem großen Turnier nach dem Vorrunden-Aus 2022 in Katar.
Schwache Vorstellung der deutschen Mannschaft
Die deutsche Elf zeigte über weite Strecken eine enttäuschende Leistung. Zu viele Ballverluste und mangelnde Durchschlagskraft prägten das Spiel. Nagelsmann kritisierte nach der Partie: „Wir haben zu viele Ballverluste gehabt und uns zu wenig belohnt.“ Die Idee, Deniz Undav von Beginn an zu bringen, verpuffte weitgehend. Undav selbst blieb blass und wurde in der Halbzeit von Jürgen Klopp, der als TV-Experte fungierte, deutlich kritisiert: „Das reicht nicht für ein WM-Achtelfinale.“
Elfmeter-Drama: Deutsche Versager vom Punkt
Im Elfmeterschießen zeigte sich einmal mehr die deutsche Schwäche vom Punkt. Während Paraguay alle seine Versuche verwandelte, vergaben gleich zwei deutsche Schützen. Der eingewechselte Nico Schlotterbeck scheiterte am paraguayischen Torwart, zudem traf ein weiterer Spieler nur den Pfosten. Die Südamerikaner jubelten über den Einzug ins Viertelfinale, während die deutschen Spieler fassungslos auf dem Rasen lagen.
Brasilien und Messi sorgen für Glanzlichter
Während Deutschland scheiterte, zeigten andere Teams starke Leistungen. Brasilien feierte eine geniale Aktion vor einem Last-Minute-Tor und begeisterte die Fans. Lionel Messi knackte den WM-Rekord von Miroslav Klose und führte Argentinien mit einer One-Man-Show ins Viertelfinale. Auch der 16-jährige Lamine Yamal erzielte sein erstes WM-Tor beim 6:1-Sieg gegen Saudi-Arabien.
Klopp hofft trotz Schlotterbeck-Schock
Jürgen Klopp zeigte sich nach dem Spiel trotz des Schocks um Schlotterbeck optimistisch. Der Innenverteidiger hatte nach einem Zusammenprall kurzzeitig benommen gewirkt, konnte aber weitermachen. „Er ist ein Kämpfer, ich habe Hoffnung, dass er sich schnell erholt“, so Klopp. Die deutsche Mannschaft reist derweil nach Hause und muss sich erneut Fragen nach der mentalen Stärke gefallen lassen.
Aus für Nagelsmann? Zukunft des Bundestrainers ungewiss
Nach dem frühen Aus steht auch die Zukunft von Julian Nagelsmann zur Diskussion. Der Vertrag des Bundestrainers läuft noch bis 2028, doch die erneute Turnier-Enttäuschung könnte Druck auf den Verband ausüben. Nagelsmann selbst wollte keine voreiligen Schlüsse ziehen: „Wir werden analysieren und dann weitersehen. Jetzt tut der Schmerz erstmal zu tief.“



