Die Ultras von Viertligist Chemnitzer FC machen vor dem Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz eine klare Ansage: Aus Protest gegen die zuletzt schwachen Leistungen wollen sie am Sonntag 90 Minuten schweigen.
Offener Brief der Fanszene
In einem offenen Brief lässt die aktive Fanszene ihrem Frust freien Lauf. Darin heißt es: „Für uns kann es nach den Auftritten in den letzten Wochen sowie einer erneuten inakzeptablen Derby-Leistung kein ‚Weiter so‘ geben. Wir fordern nicht viel. Was wir sehen wollen, ist Kampf sowie der unbedingte Wille, für unsere Stadt und den Verein auf dem Platz alles rauszuhauen. Ihr habt auch nach völlig vermeidbaren Niederlagen sowie enttäuschenden Derby-Auftritten immer wieder von uns den Rücken gestärkt bekommen. Damit ist jetzt Schluss.“
Enttäuschung über Derby-Aus
Vor allem der enttäuschende Auftritt beim Aus im Sachsenpokal-Halbfinale gegen Erzrivale Aue (0:2) sorgt bei den CFC-Fans für Frust. Deshalb soll es am Sonntag gegen Meuselwitz keinen Support von den Rängen geben: „Wir werden Euch weder optisch noch akustisch beim anstehenden Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz unterstützen und die Partie somit stillschweigend verfolgen.“
Klare Ansage an die Mannschaft
Erst am Freitag hatte der Klub mitgeteilt, sich am Saisonende von neun Spielern trennen zu wollen. Auch Führungsspieler sind betroffen. Kapitän Tobias Müller und sein Stellvertreter Niclas Erlbeck verlassen den CFC ebenso wie Torwart Daniel Adamczyk, Niclas Walther, Leon Damer, Artur Mergel, Anton Rücker und Felix Müller. Dario Gebuhr kehrt nach dem Ende seiner Leihe zu Hansa Rostock zurück.
Aktuell stehen erst neun Spieler für die kommende Saison unter Vertrag. Auch die bekommen von den Ultras eine Ansage: „Den Spielern, die über den Sommer hinweg im Verein bleiben, wollen wir noch Folgendes mit auf den Weg geben: Werdet Euch endlich bewusst, welch Ehre und Privileg es ist, für den Chemnitzer Fußballclub aufzulaufen und gebt den Menschen, die ihr Leben danach richten, Euch bestmöglich zu unterstützen, endlich etwas zurück!“



