Chemie Leipzig mit klarer Ansage vor dem Lokalderby
Vorm großen Leipziger Fußball-Kracher gegen den FC Lokomotive Leipzig hat Trainer Alexander Schmidt von Chemie Leipzig eine knallharte Derby-Ansage gemacht. Das Team aus Leipzig-Leutzsch baute mit einem überzeugenden 5:0-Auswärtssieg bei Hertha Zehlendorf mächtig Selbstvertrauen auf – dem höchsten Saisonsieg der Regionalliga Nordost-Saison.
Schmidt: „Wir wollen Lok im Heimspiel schlagen“
„Unglaublich, ein 5:0 ist natürlich eine Supersache“, freute sich der 57-jährige Trainer im Interview mit dem MDR. „Heute noch ein bisschen genießen und dann volle Konzentration auf den Sonntag. Da kommt der nächste Hammer.“ Vor diesem Heimspiel gegen den Tabellenführer zeigt Schmidt keinerlei Respekt und lässt eine deutliche Ansage los: „Natürlich, wir wollen Lok im Heimspiel schlagen. Das ist ganz klar, ja. Der Kopf ist dafür sehr wichtig. Und da haben wir heute einiges getan.“
Für Alexander Schmidt ist es das erste Leipziger Derby als Cheftrainer von Chemie Leipzig. Sein Vorgänger Adrian Alipour gehörte zu den drei Chemie-Trainern, die in den bisher fünf Derbys gegen Jochen Seitz von Lok Leipzig allesamt verloren haben – dreimal in der Liga und zweimal im Sachsenpokal.
Akono: „Ich bin heiß auf das Derby“
Stürmer Ciryll Akono, der im Spiel gegen Hertha Zehlendorf zur Führung traf und einen Elfmeter herausholte, kann das Derby kaum erwarten: „Es ist mein erstes Derby. Ich bin heiß und würde am liebsten morgen schon spielen.“ Diese Einstellung teilt offenbar das gesamte Team, das nach dem Kantersieg moralisch gestärkt in die wichtige Partie geht.
Lok-Trainer Jochen Seitz darf also gewarnt sein, auch wenn seine bisherige Derby-Bilanz perfekt ist. Der Spitzenreister muss sich am Sonntag um 14 Uhr auf einen hochmotivierten Gegner einstellen, der den ersten Sieg gegen Lok seit langem anpeilt. Die Vorfreude in Leipzig-Leutzsch ist groß, das Selbstbewusstsein nach dem 5:0-Erfolg spürbar gestiegen.



