Carros Wutrede nach Mainz-Pleite: Bayer Leverkusen in der Krise
Carros Wutrede: Bayer Leverkusen in der Krise

Carros Wutausbruch erschüttert Bayer Leverkusen

Wütend und fluchend stapfte Bayer-Leverkusen-Geschäftsführer Fernando Carro nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den FSV Mainz 05 in die Kabine. Der 61-Jährige ließ seine Spieler nicht im Unklaren: „Aufwachen!“, motzte er auf Spanisch. Diese öffentliche Zurechtweisung durch den seit 2018 amtierenden Klub-Boss ist bemerkenswert und ein deutliches Zeichen für die anhaltende Krise der Werkself.

Frustrierter Boss kritisiert Führungsqualitäten

Später legte Carro in seinen Äußerungen noch nach und bemängelte scharf die mangelnde Führungsqualität seiner Profis. „Ich würde ausflippen, wenn ich in der Kabine wäre“, so der sichtlich frustrierte Geschäftsführer. Mit seiner ungewöhnlich direkten Kritik wollte Carro offenbar sowohl das Team als auch Trainer Kasper Hjulmand wachrütteln. Die erneute Qualifikation für die Champions League steht auf dem Spiel, da sich die Mannschaft seit Wochen nicht weiterentwickelt.

Hjulmands Bayer ohne erkennbare Fortschritte

Die Auftritte der Werkself werden von Spiel zu Spiel schlechter, die Offensive wirkt derzeit völlig harmlos. Trainer Kasper Hjulmand analysierte nüchtern: „Uns fehlen Rhythmus und Intensität mit dem Ball, wir spielen uns zu wenige Chancen heraus.“ Zwar zeigte Bayer in den letzten 30 Minuten mehr Energie und der Ausgleich durch Jarell Quansah war verdient, doch insgesamt bleibt die Offensivleistung der letzten Spiele deutlich unter den Erwartungen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Katastrophale erste Hälfte, späte Reaktion

Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: In der ersten Halbzeit kam nur ein harmloser Kopfball von Patrik Schick auf das Mainzer Tor. Der Wert der zu erwartenden Tore („xGoals“) lag zur Pause bei mickrigen 0,22, am Ende immerhin bei 1,76. Carros Einschätzung trifft den Nagel auf den Kopf: „Man kann nicht 50 oder 80 Minuten so spielen.“ Die ersten 50 Minuten waren tatsächlich katastrophal, erst in der Schlussphase fand Bayer zu seiner spielerischen Stärke zurück.

Spieler bestätigen die interne Krise

Torwart Janis Blaswich brachte es auf den Punkt: „Wir müssen an die letzten 10, 15 Minuten anknüpfen – denn der Rest war nichts.“ Noch deutlicher wurde Torschütze Jarell Quansah im Klub-TV: „Wir spielen nicht genug zusammen, haben unterschiedliche Ideen. Wir spielen unkoordiniert und müssen uns neu formieren.“ Diese Worte des 23-Jährigen zeigen, dass die Probleme tief im Team verwurzelt sind und dringend einer Lösung bedürfen.

Die Situation bei Bayer Leverkusen ist ernst. Während die Mannschaft um ihre Champions-League-Qualifikation kämpft, offenbart Carros ungewöhnlich scharfe Kritik die Frustration in der Führungsetage. Ob seine Worte den gewünschten Weckruf auslösen oder weitere Konflikte provozieren, bleibt abzuwarten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration