Vertrags-Poker um BVB-Star: Dortmund-Legende verteidigt Schlotterbeck
Der Vertrag von BVB-Star Nico Schlotterbeck (26) läuft im Sommer 2027 aus. Das Vertragsende rückt näher und die Frage, ob der Abwehrspieler bei Borussia Dortmund bleibt oder den Verein verlässt, bleibt das beherrschende Thema in der Fußballstadt. Bei manchen BVB-Fans droht der Nationalspieler mit seiner Hinhalte-Taktik seinen großen Kredit zu verspielen. Doch jetzt erhält Schlotterbeck prominenten Zuspruch von einer echten Dortmund-Legende.
Steffen Freund nimmt Schlotterbeck in Schutz
Steffen Freund (56), der mit dem BVB zwei Meisterschaften (1995, 1996) und die Champions League (1997) gewann, verteidigte Schlotterbeck in der Sendung BILD Sport bei WELT TV. „Ich muss ihn in Schutz nehmen“, betonte der Europameister von 1996. „Er spielt gern für Borussia Dortmund, das ist nicht gespielt. Wenn er seine Muckis zeigt und demonstriert, jetzt raucht es, jetzt schlagen wir noch den HSV, jetzt drehen wir noch das Spiel. Das ist alles, warum man ihn liebt in Dortmund – und auch zurecht.“
Freund reagierte damit auf die mediale Kritik an Schlotterbecks Verhandlungsstrategie: „Ist doch klar, dass die Medien sagen, jetzt wolle er abzocken. Nein, das ist er jetzt nun mal auch wert. Ich möchte auch erinnern: Die Medien haben ihn zersägt nach dem Japan-Spiel bei der WM in Katar, wo er auch nicht gut aussah. So schnell kann das gehen im Fußball.“
Persönliche Gespräche und Hoffnungsschimmer
Nach Schlotterbecks deutlichen Aussagen zu einer möglichen Vertragsverlängerung gab es zuletzt ein erstes persönliches Treffen mit dem neuen Sportdirektor Ole Book (40) und Sport-Boss Lars Ricken (49). Der Abwehrspieler machte nach dem 2:0-Sieg in Stuttgart den BVB-Fans wieder Hoffnung: „Ich kann mir vorstellen, hier zu bleiben. Trotzdem müssen alle Gespräche funktionieren. Jetzt hoffen wir, dass wir diese Woche gute führen, und dann schauen wir mal, wie es weitergeht.“
Verpasste Chance und Spielersicht
Steffen Freund zeigte Verständnis für Schlotterbecks Verhandlungsposition: „Da bin ich als ehemaliger Spieler ein wenig auf der Spielersicht, weil der Vertrag läuft ja erst 2027 aus. Aber er war so gut, dass er ein Jahr vorher hätte verlängert werden müssen. Diese Chance hat Borussia Dortmund verpasst. Und jetzt ist er natürlich in allen Bereichen am längeren Hebel plus dem Sportdirektor-Wechsel.“
Unabhängig von der endgültigen Entscheidung ist für den BVB-Legenden klar: „Er geht auf alle Fälle einen großen Weg.“ Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieser Weg weiter in Dortmund oder woandershin führen wird.



