Bosnien-Herzegowina vor Italien-Duell: Dzeko und Co. fürchten nur Gott
Bosnien vor Italien-Duell: Dzeko und Co. fürchten nur Gott

Bosnien-Herzegowina vor Italien-Duell: Dzeko und Co. fürchten nur Gott

Der Schalke-Star Edin Dzeko hat seine bosnische Nationalmannschaft in den WM-Playoffs vor dem Aus gegen Wales bewahrt. In einem dramatischen Spiel in Cardiff gelang dem erfahrenen Stürmer in der 86. Minute der entscheidende Ausgleichstreffer zum 1:1. Nach torloser Verlängerung setzten sich die "Drachen" im Elfmeterschießen durch und sichern sich damit das Ticket für das entscheidende Playoff-Finale gegen Italien.

Showdown in Zenica: Alles oder nichts

Am kommenden Dienstag findet in Zenica das alles entscheidende Duell um die WM-Teilnahme statt. Nur der Gewinner dieser Partie darf zur Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada reisen. Edin Dzeko, der acht Jahre in der italienischen Serie A aktiv war, sieht seine Mannschaft klar in der Außenseiterrolle. "Italien ist der Favorit, auch wenn wir zu Hause spielen", gab der 40-jährige Angreifer unumwunden zu.

Doch die Bosnier lassen sich von der Favoritenrolle der Squadra Azzurra nicht einschüchtern. Tarik Muharemovic, der über 120 Minuten durch seine beherzte Abwehrarbeit zum X-Faktor wurde, sendete eine klare Botschaft nach Italien: "Wer auch immer nach Zenica kommt, wir werden kämpfen und wir haben etwas zu zeigen, denn Zenica wird am Dienstag sicher brennen. Wir fürchten nur Gott."

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Dzeko analysiert den italienischen Druck

Edin Dzeko, der Mitte März seinen 40. Geburtstag feierte, sieht bei den Italienern besonderen psychologischen Druck. "Es ist eine große Nation, und da sie sich für die letzten beiden Weltmeisterschaften nicht qualifiziert haben, stehen sie unter Druck", analysierte der erfahrene Stürmer. Während Bosnien-Herzegowina zuletzt 2014 in Brasilien bei einer WM dabei war, fehlte Italien sowohl 2018 als auch 2022 bei der Endrunde.

Gegen Wales war Dzeko einer der großen Helden. Nachdem Torwart Nikola Vasilj vom FC St. Pauli beim Gegentreffer von Dan James in der 51. Minute nicht gut aussah, rettete der Schalke-Star seine Mannschaft mit seinem Kopfballtor in der 86. Minute in die Verlängerung. Im Elfmeterschießen machte Vasilj seinen Patzer wieder gut, während der in Köln geborene Teenager Kerim Alajbegovic mit seinem verwandelten Elfmeter den entscheidenden Treffer erzielte.

Nationaltrainer Barbarez zeigt sich stolz

Nationaltrainer Sergej Barbarez zeigte sich im Anschluss an das Spiel äußerst stolz auf seine Mannschaft. Im Interview mit der nationalen Rundfunkanstalt BHT betonte er: "Ich sage es seitdem wir zusammen sind: Glaube ist alles, Glaube an den Erfolg und an sich selbst. Sie haben heute Abend geglaubt, und deshalb haben wir auch gewonnen."

Barbarez weiter: "Diese Gruppe hat es verdient, dass ihr Weg weitergeht, unabhängig davon, was am Dienstag passieren wird. Wir machen weiter, wir haben den Willen. Wir wissen, wie lange die negative Spirale durch unseren Fußball gegangen ist. Wir sind an vorderster Front, wir müssen das Eis brechen, und dann wird alles leichter."

Muharemovic mahnt zur Vorsicht

Trotz der Euphorie nach dem Sieg gegen Wales mahnte Tarik Muharemovic, der beim italienischen Klub US Sassuolo unter Vertrag steht, zur Vorsicht. "Es ist schön, dass wir gewonnen haben, aber es gibt nicht viel zu feiern, ein großes Spiel steht bevor", erklärte der Verteidiger nüchtern.

Die bosnische Mannschaft bereitet sich nun intensiv auf das entscheidende Duell gegen Italien vor. Mit dem Heimvorteil in Zenica und der kämpferischen Einstellung, die sie gegen Wales demonstriert hat, wollen die "Drachen" die vermeintlich übermächtigen Italiener bezwingen und sich nach zwölf Jahren wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren.

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