Bonhof bricht in Tränen aus: „Scheißjahr“ für Borussia Mönchengladbach
Bonhof weint: „Scheißjahr“ für Borussia Mönchengladbach

Bei der Jahreshauptversammlung des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist Präsident Rainer Bonhof in Tränen ausgebrochen. Der Weltmeister von 1974 wurde zu Beginn seines Jahresberichts emotional und leitete seinen Ausflug in seine „Gefühlswelt als Präsident“ mit den deutlichen Worten ein: „Scheißjahr!“

Die 1.612 anwesenden Mitglieder applaudierten, doch der 74-Jährige begann zu weinen und sagte mit brüchiger Stimme: „Ich dachte, wir wären stabiler.“ Besonders das vergangene Derby beim 1. FC Köln vor einem Monat erwähnte die Vereinsikone, als die Gladbacher aus einem 1:2 ein 3:2 machten und am Ende nur ein 3:3 erreichten. „Das tut weh“, sagte Bonhof, der einst auch für den FC Köln aktiv war.

Bonhof unter Tränen: „Für die Fans lohnt sich Abstieg nicht“

„Wenn du dann bei Auswärtsspielen die Fans siehst – für die lohnt es sich nicht abzusteigen“, sagte Bonhof unter Tränen und fügte pathetisch hinzu: „Aber wir haben ein Faustpfand und das ist die Raute. Und die lasse ich nicht aus den Händen.“ Anschließend fing sich Bonhof und beendete seinen Bericht in normaler Tonlage.

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Sportlicher Rückschritt führt zu erneuten Verlusten

Borussia Mönchengladbach, einst Champions-League-Teilnehmer, befindet sich seit Jahren im Umbruch und kämpft in dieser Saison gegen den Abstieg. Bereits im vergangenen Herbst trennten sich die Gladbacher von Trainer Gerardo Seoane und Sportchef Roland Virkus. Auch über Seoane-Nachfolger Eugen Polanski wird seit Wochen wieder diskutiert. Drei Spieltage vor dem Saisonende haben die Gladbacher sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.

Bedingt durch den sportlichen Rückschritt der vergangenen Jahre gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einen Verlust von knapp vier Millionen Euro nach Steuern. Im Vergleich zum Jahr 2024 stieg der Vor-Steuer-Verlust zwar nur um gut 600.000 Euro, jedoch wurde eine Steuernachzahlung von rund 700.000 Euro für vier Jahre fällig.

Es war das zweite Jahr in Folge, in dem ein Verlust erwirtschaftet wurde. Dies lag insbesondere an deutlich gesunkenen TV-Erträgen. 2024 hatte der Verlust 2,5 Millionen Euro betragen. Den Umsatz steigerte der Fußball-Bundesligist im vergangenen Jahr um knapp fünf Millionen Euro auf 189,31 Millionen Euro.

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