WM-Aus: Uruguay-Trainer Bielsa brüllt TV-Reporterin nach 0:1 gegen Spanien an
Bielsa brüllt TV-Reporterin nach WM-Aus an

Nach dem vorzeitigen Aus Uruguays in der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat Nationaltrainer Marcelo Bielsa die Beherrschung verloren und eine TV-Reporterin angeschrien. Der als „El Loco“ (der Verrückte) bekannte Argentinier brüllte das Kamerateam des Senders MagentaTV an, als er glaubte, noch nicht auf Sendung zu sein.

Bielsa verliert die Fassung nach 0:1 gegen Spanien

Im Anschluss an die 0:1-Niederlage gegen Spanien im Estadio Akron im mexikanischen Guadalajara, die das WM-Aus für Uruguay besiegelte, fauchte Bielsa die Journalistin an: „Jetzt macht doch endlich.“ Der Frust über die enttäuschende Vorstellung seiner Mannschaft und den frühen Turnierausstieg war dem Trainer deutlich anzumerken.

Uruguay beendete die Gruppe H auf dem dritten Platz hinter Spanien und Cap Verde. Dabei hatte die Mannschaft zuvor nur ein 1:1 gegen Saudi-Arabien und ein 2:2 gegen Cap Verde erreicht. Die Gruppe galt als machbar für den zweifachen Weltmeister (1930 und 1950), doch Bielsa scheiterte mit seinem Team.

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Torwart-Patzer besiegelt Uruguays Schicksal

Das entscheidende Tor gegen Spanien fiel nach einem schweren Fehler von Torwart-Legende Fernando Muslera (40). Bielsa hatte Muslera eigens für die WM reaktiviert, nachdem dieser seine Nationalmannschafts-Karriere bereits 2024 beendet hatte. Zur Halbzeit wechselte Bielsa den Schlussmann aus.

Nach dem Spiel zeigte sich Bielsa in einem kurzen 30-Sekunden-Interview einsilbig. Er sagte: „Die Journalisten und die Fans des uruguayischen Fußballs wollen mir berechtigterweise die Schuld geben. Ich bin der Verantwortliche und muss das akzeptieren.“ Und fügte hinzu: „Meine Zeit wird als eine Phase in Erinnerung bleiben, die nichts hinterlassen hat.“ Mit einem knappen „De nada“ (Gern geschehen) verabschiedete er sich.

Zukunft von Bielsa ungewiss

Ob Bielsa nach dem Vorrunden-Aus seinen Posten als Nationaltrainer Uruguays behalten wird, ist fraglich. Der 68-Jährige hatte zuvor bereits Argentinien (1998–2004) und Chile (2007–2011) trainiert, bevor er 2023 das Amt in Uruguay übernahm. Seine Amtszeit endet nun mit einem enttäuschenden WM-Aus und einem Wutausbruch vor laufenden Kameras.

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