Alba Berlin verpflichtet Guard Jordan Ford aus der Türkei
Alba Berlin verpflichtet Jordan Ford aus der Türkei

Neun Tage nach dem sensationellen Gewinn der deutschen Meisterschaft hat Alba Berlin den ersten Neuzugang verpflichtet. Wie der Klub am Dienstag mitteilte, hat Jordan Ford einen Vertrag bis 2027 unterschrieben. Der 28 Jahre alte und 1,85 Meter große Guard spielte zuletzt in der Türkei bei Bahçeşehir Koleji. Mit dem Team nahm er auch am Eurocup teil.

Vielseitiger Guard für die Offensive

„Jordan ist ein vielseitiger Spieler, der sowohl als Shooting Guard als auch als Point Guard agieren kann. Offensiv bringt er enorme Qualitäten mit, die uns als Team weiterhelfen werden“, sagte Albas Sportdirektor Himar Ojeda. Ford ist im US-Bundesstaat Kalifornien aufgewachsen und war als Kind nicht nur beim Basketball sehr erfolgreich. Schon mit vier Jahren brachte ihm sein Vater Schach bei, in der nationalen Rangliste seiner Altersklasse schaffte er es bis auf Rang sieben. Dennoch entschied er sich mit acht Jahren für Basketball und entwickelte sich zu einem der besten Guards der Region.

Vom College in die NBA und nach Europa

Für das Saint Mary’s College of California überzeugte er in seiner besten Saison mit 21,9 Punkten im Schnitt. Im NBA-Draft wählte ihn dennoch kein Team. Er spielte anschließend für die Farmteams der Los Angeles Clippers und der Sacramento Kings. Für diese bestritt er 2023/24 auch sechs Partien in der NBA. In Europa stand Ford bereits in Griechenland, Italien und zuletzt in der Türkei unter Vertrag. Über seinen Wechsel nach Berlin sagte Ford: „Der Klub hat eine unglaubliche Geschichte und eine Siegermentalität – genau das hat mich gereizt.“

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Kaderzusammenstellung läuft

Die Berliner befinden sich noch am Beginn ihrer Kaderzusammenstellung. Aus dem Meisterkader der vergangenen Saison haben mit Jonas Mattisseck, Malte Delow, Norris Agbakoko und Sam Griesel nur vier Spieler laufende Verträge für die kommende Spielzeit. Vor einigen Tagen gab Alba den Abgang von Bennet Hundt bekannt, der nach Trier wechselt, bei den Berlinern aber über weite Strecken nur wenig zum Einsatz kam. Hinter der Zukunft der meisten anderen Spieler stehen große Fragezeichen. Supertalent Jack Kayil wurde beim NBA-Draft in der zweiten Runde gewählt und zu den New York Knicks getradet. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass der NBA-Champion den 20-Jährigen noch ein Jahr in Europa reifen lässt. Dann könnte sich auch Alba noch Hoffnungen auf eine weitere Saison mit ihm machen. Wie es für Leistungsträger wie Justin Bean und Martin Hermannsson weitergeht, wird auch davon abhängen, ob sie lukrative Angebote von anderen Vereinen erhalten.

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