Füchse-Trainer Nicolej Krickau geht mit einer klaren Aufgabenstellung in das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den ungarischen Serienmeister Veszprém HC. „Die Aufgabe ist ganz klar. Wir müssen nicht über das Torverhältnis nachdenken, wir müssen einfach das Spiel gewinnen. Es gibt keine Alternative“, sagte der Däne vor der Partie am Mittwoch (18.45 Uhr/Dyn) in der Max-Schmeling-Halle.
Das Hinspiel vor einer Woche hatten die Füchse trotz zeitweiliger Fünf-Tore-Führung am Ende noch knapp 34:35 verloren. Die Berliner müssen also mit zwei Toren Differenz gewinnen oder nur mit einem Tor, wenn Veszprém unter 34 Toren bleibt. „Es ist weiterhin eine 50:50-Situation. Und es wird nochmal ein brutales Spiel“, sagte Krickau. Auch, wenn er zugibt, dass die Ungarn nun „einen kleinen Vorteil“ haben.
Füchse müssen aus der Hinspielpleite schnell lernen
In jedem Fall wird sich der frischgebackene deutsche Pokalsieger im Vergleich zum Hinspiel steigern müssen, wollen sie erneut den Einzug ins Final4 in Köln schaffen. „Das war teilweise mit Ball ganz in Ordnung. Aber insgesamt hatten wir zu viele Elemente, in denen wir nicht gut genug waren“, sagte Krickau. Und „wenn wir nicht besser spielen als in Veszprém, dann fahren sie nach Köln“, stellte der 39-Jährige klar.
Der Fokus liegt deshalb auf der Abwehr. „Wir brauchen mehr Stopps. Und Abwehr und Torhüter in Zusammenarbeit müssen das besser lösen. Das gibt uns dann auch bessere Voraussetzungen für unser Tempospiel“, sagte Krickau. Dafür fordert der Füchse-Coach eine bessere Antizipation im Spiel. „In Veszprém haben wir zu langsam aus Situationen gelernt. Da müssen wir schneller sein und schneller reagieren“, sagte der Coach.
Die Füchse haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie unter Druck bestehen können. Der Pokalsieg hat dem Team zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Dennoch warnt Krickau vor Überheblichkeit: „Wir müssen konzentriert bleiben und unsere Fehler minimieren. Jeder Ballverlust kann bestraft werden.“ Die Atmosphäre in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle wird ein weiterer Faktor sein. Die Fans werden die Mannschaft nach vorne peitschen, um die Hypothek aus dem Hinspiel wettzumachen.
Schlüssel zum Erfolg: Abwehr und Tempo
Die Taktik für das Rückspiel ist klar: Die Füchse müssen von Beginn an aggressiv verteidigen und schnelle Umschaltmomente nutzen. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass Veszprém anfällig ist, wenn wir früh stören. Das müssen wir konsequent umsetzen“, analysierte Krickau. Zudem sollen die Rückraumspieler mehr Druck auf die gegnerische Abwehr ausüben. „Wir brauchen eine hohe Trefferquote aus dem Rückraum, um die Deckung zu öffnen“, so der Trainer.
Die Vorbereitung auf das Spiel war intensiv. Das Trainerteam hat die Fehler des Hinspiels genau analysiert und individuelle Anpassungen vorgenommen. „Jeder Spieler weiß, worauf es ankommt. Jetzt müssen wir es auf dem Feld umsetzen“, sagte Krickau abschließend.



