Der VfB Stuttgart hat offenbar einen weiteren wichtigen Baustein für die kommende Saison gesichert. Nach der Vertragsverlängerung mit WM-Star Deniz Undav (29) steht nun auch die Einigung mit Verteidiger Dan-Axel Zagadou (27) kurz bevor. Der Franzose soll einen neuen Vertrag bis 2027 unterschreiben, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Die endgültige Unterschrift gilt demnach nur noch als Formsache.
Lange Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen
Bereits Anfang Mai hatte die BILD über ein erstes Angebot des VfB für Zagadou berichtet, dessen Vertrag zum 30. Juni 2026 ausläuft. Sechs Wochen später haben sich beide Seiten nun auf eine grundsätzliche Einigung verständigt. Laut Sky, das zuerst über den Durchbruch berichtete, wird derzeit noch über Details und optionale Klauseln verhandelt. Nach Informationen der BILD soll der Deal bis Ende der Woche finalisiert werden.
Der 1,96 Meter große Abwehrspieler war 2022 ablösefrei von Borussia Dortmund nach Stuttgart gewechselt und hatte sich schnell zu einem Leistungsträger entwickelt. Allerdings bremsten ihn immer wieder Verletzungen aus. In knapp vier Jahren beim VfB fehlte Zagadou insgesamt über 650 Tage aufgrund von Verletzungen. Das machte die Vertragsverhandlungen für den Klub zu einer heiklen Angelegenheit.
Leistungsbezogener Vertrag als Risikominimierung
Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, haben sich beide Seiten auf einen extrem leistungsbezogenen Vertrag geeinigt. Das Grundgehalt wurde deutlich gesenkt, dafür gibt es hohe Prämien für Einsätze und Erfolge. Bislang verdiente Zagadou beim VfB rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr. Der neue Vertrag soll ihn belohnen, wenn er spielt – und doppelt belohnen, wenn er mit guten Leistungen zu Erfolgen beiträgt. Fällt er hingegen aus, kostet er den Klub vergleichsweise wenig. Dieses Modell gibt dem VfB die nötige Planungssicherheit, während Zagadou bei Fitness und Form finanziell profitieren kann.
Hoeneß lobt Führungsqualitäten
Trotz seiner Verletzungsanfälligkeit gilt Zagadou als einer der besten Verteidiger der Bundesliga, wenn er fit ist. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß (44) schwärmte einmal über den Ex-Dortmunder: „Er ist kopfballstark, eine absolute Maschine in der Luft, am Boden natürlich auch. Dazu hat er eine unglaubliche Physis. Ein echter Leader.“ Diese Qualitäten waren ausschlaggebend dafür, dass der VfB trotz der langen Ausfallzeiten an einer Verlängerung festhielt.
Mit der Einigung sichert sich der VfB einen defensiven Anker, der in der Innenverteidigung gesetzt ist, sofern er gesund bleibt. Die Vertragsverlängerung ist auch ein Signal für die Konkurrenz: Der Klub aus Stuttgart kann seine Leistungsträger halten und baut weiter auf Kontinuität. Zagadou selbst hatte mehrfach betont, dass er sich in Stuttgart wohlfühle und den Verein nicht verlassen wolle.
Ausblick auf die neue Saison
Die Kaderplanung des VfB schreitet damit zügig voran. Neben Undav und Zagadou sollen auch weitere Schlüsselspieler langfristig gebunden werden. Trainer Hoeneß kann so auf eine eingespielte Mannschaft bauen, die in der vergangenen Saison mit starken Leistungen überzeugt hat. Zagadous Vertragsverlängerung gibt dem Team zusätzliche Stabilität – vorausgesetzt, der Franzose bleibt von größeren Verletzungen verschont.



