Berliner Extremsportler stellt sich der ultimativen Wüsten-Herausforderung
Arda Saatci, ein 28-jähriger Extremsportler und Influencer aus Berlin, bereitet sich auf eine der extremsten sportlichen Herausforderungen seines Lebens vor. Sein ambitioniertes Projekt: Innerhalb von nur 96 Stunden möchte er eine Strecke von 600 Kilometern durch das berüchtigte Death Valley in den USA zurücklegen. Die Route führt vom tiefsten Punkt Nordamerikas in Badwater bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles.
Mehr als nur sportlicher Rekord: Mentales Wachstum im Fokus
Im exklusiven Gespräch mit SPORT1 betonte Saatci, dass es ihm bei dieser Extremtour nicht primär um sportliche Rekorde gehe. „Ich wachse enorm mental bei diesen Geschichten. Ich lerne sehr viel über mich selber“, erklärt der Athlet. Seine Erfahrungen möchte er transparent mit seiner Community teilen, damit andere Menschen möglicherweise Inspiration für ihr eigenes Leben daraus ziehen können.
Der gebürtige Berliner hat sich dem Ultrarunning verschrieben und blickt bereits auf beeindruckende Leistungen zurück. Im Jahr 2024 absolvierte er einen 3.000-Kilometer-Lauf von Berlin nach New York. Nur ein Jahr später durchquerte er Japan der Länge nach und bewältigte dabei 3.028 Kilometer in 43 Tagen.
Extreme Bedingungen und minimale Schlafphasen
Die aktuelle Challenge stellt selbst für erfahrene Extremsportler eine besondere Härteprobe dar. Die Route durch das Death Valley führt über mehr als 6.000 Höhenmeter bei Temperaturen, die im Sommer regelmäßig über 50 Grad Celsius steigen. Die Gesamtdistanz entspricht der Strecke von über 14 Marathonläufen, die innerhalb von vier Tagen absolviert werden müssen.
Die Schlafplanung für diese Extremtour bleibt flexibel. „Es kann sein, dass ich gar nicht schlafe“, räumt Saatci ein. Geplant sind maximal einstündige Ruhephasen oder kurze Power-Naps von etwa 30 Minuten, abhängig von seinem Fortschritt auf der Strecke.
Vom Fußballtraum zur Extremsport-Karriere
Ursprünglich träumte Saatci wie viele Jugendliche von einer Profifußballkarriere und nennt bis heute Cristiano Ronaldo als sein sportliches Vorbild. Mit 13 Jahren musste er diesen Traum jedoch aufgeben und entdeckte stattdessen seine Leidenschaft für Extremsportarten.
Seine größten Idole bleiben jedoch seine Eltern. „Mein Vater hat mir Disziplin beigebracht“, erklärt Saatci. Von seiner Mutter habe er die emotionale Komponente übernommen, „dass man immer ein reines Herz haben und ehrlich mit den Mitmenschen umgehen sollte“.
Livestream und soziale Mission
Während seines Laufs wird Saatci nicht allein sein. Millionen von Followern können den „Fitness-Cyborg“, wie er sich in sozialen Medien nennt, via Twitch-Livestream virtuell begleiten. Sein Anliegen geht dabei über den sportlichen Aspekt hinaus: „Ich möchte etwas Gutes hinterlassen. Dass die Jugend sich gefühlt keine Grenzen im Kopf setzen soll“, betont der Extremsportler.
Mit dieser Einstellung und seiner beeindruckenden Vorbereitung steht Arda Saatci kurz davor, eine der härtesten Wüsten-Durchquerungen der Extremsport-Geschichte in Angriff zu nehmen.



