Die deutsche Box-Managerin und Transgender-Ikone Etchika Pollex ist tot. Die 70-Jährige wurde in ihrer Dachgeschosswohnung in Wien erstochen aufgefunden. Die Polizei fahndet nach ihrem letzten Liebhaber, einem geheimnisvollen Tschetschenen aus der Kampfsportszene, der mit einem Rollkoffer aus dem Haus verschwunden sein soll.
Die schillernde Figur des Box-Geschäfts
Pollex galt als schillernde Persönlichkeit im internationalen Boxsport. Sie managte zahlreiche Kämpfer und war als Transgender-Ikone bekannt. Noch kurz vor ihrem Tod suchte sie nach eigenem Bekunden das große Glück. „Unsere Liebe ist wunderbar“, schrieb sie sechs Tage vor der Tat in sozialen Medien. Der Beitrag bezog sich auf ihren neuen Partner, den sie monatelang vor der Öffentlichkeit versteckt hatte.
Die Beziehung und ihre Schattenseiten
Nach Informationen von BILDplus zeigt eine Analyse ihrer Social-Media-Posts, dass die Beziehung von Spannungen geprägt war. Pollex äußerte sich mehrfach besorgt über die Herkunft und die Kontakte ihres Freundes. Der Hauptverdächtige, ein Tschetschene, soll in der Kampfsportszene vernetzt sein. Zeugen berichten, dass er die Wohnung am Tatabend mit einem Rollkoffer verlassen habe. Die Polizei hat eine internationale Fahndung eingeleitet.
Ermittlungen und Hintergründe
Die Mordkommission Wien übernahm die Ermittlungen. Bislang ist unklar, ob ein Beziehungsstreit oder andere Motive zur Tat führten. Pollex hinterlässt eine Lücke in der Boxszene, wo sie als couragierte und unkonventionelle Managerin geschätzt wurde. „Sie war eine Kämpferin, im Ring und im Leben“, sagte ein Wegbegleiter. Die Obduktion ergab mehrere Stichverletzungen als Todesursache.



