Die Minnesota Timberwolves haben in der ersten Runde der NBA-Playoffs einen großen Schritt in Richtung zweite Runde gemacht. Mit einem klaren 112:96-Sieg gegen die Denver Nuggets gingen sie in der Serie mit 3:1 in Führung. Dennoch stand nach dem Spiel eine hitzige Szene in den Schlusssekunden im Mittelpunkt.
Rudelbildung in der Schlussphase
Weniger als zehn Sekunden vor dem Ende des vierten Viertels setzte Minnesotas Jaden McDaniels zu einem scheinbar bedeutungslosen Layup an. Denver-Superstar Nikola Jokic fühlte sich provoziert und sprintete hinterher, um McDaniels zur Rede zu stellen. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich eine Rudelbildung, bei der Spieler beider Teams involviert waren. Die Schiedsrichter reagierten konsequent: Jokic und Minnesotas Julius Randle wurden des Feldes verwiesen. McDaniels blieb nach einer Video-Überprüfung unbestraft.
Sportliche Entscheidung längst gefallen
Sportlich war die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Die Timberwolves kontrollierten das vierte Spiel über weite Strecken, verteidigten physisch gegen Jokic und Jamal Murray und setzten sich am Ende klar durch. Allerdings gab es auch Schattenseiten: Donte DiVincenzo verletzte sich schwer, und auch Anthony Edwards konnte die Partie nicht beenden.
Gobert zeigt Verständnis
Rudy Gobert, Center der Timberwolves, zeigte nach dem Spiel Verständnis für die Emotionen. „Es sind die Playoffs“, erklärte er. „Das Spiel läuft noch, er hat den Ball in der Hand. Für mich gibt es da nichts, worüber man sich groß aufregen müsste.“ Die Intensität der Serie war bereits in den vorangegangenen Duellen spürbar. Nun bleibt abzuwarten, ob die Liga nachträglich weitere Sanktionen gegen die beteiligten Spieler verhängt.



