Alba Berlin zieht positives Fazit nach Champions-League-Aus: Stolz auf junge Mannschaft
Alba Berlin: Positives Fazit nach Champions-League-Aus

Alba Berlin zieht positives Fazit nach Champions-League-Aus

Trotz des Ausscheidens aus der Basketball-Champions-League überwiegt bei den Spielern und Verantwortlichen von Alba Berlin eindeutig der Stolz auf die gezeigte Leistung. Die Mannschaft verließ das europäische Top-Turnier mit erhobenem Haupt, nachdem sie in beiden Viertelfinalpartien gegen den Titelverteidiger Unicaja Malaga äußerst knapp unterlegen war.

Stolz trotz Enttäuschung

Nationalspieler Malte Delow brachte die gemischten Gefühle prägnant auf den Punkt: „Natürlich sind wir sehr enttäuscht, aber vor allem auch sehr stolz, wie wir uns die ganze Saison in der Champions League präsentiert haben.“ Besonders das zweite Heimspiel am Mittwochabend zeigte den Kampfgeist des Teams, das erst nach einer packenden Verlängerung mit 85:88 unterlag und damit die 0:2-Niederlage in der Best-of-Three-Serie besiegelte.

Überraschende Entwicklung begeistert Sportdirektor

Für Sportdirektor Himar Ojeda stellt die Saison dennoch einen klaren Erfolg dar. „Zum Start der Saison war unser realistisches Ziel, die erste Runde zu überstehen. Und jetzt waren wir mit dem Titelverteidiger und einem der Favoriten auf Augenhöhe. Eine tolle Entwicklung“, betonte der Spanier. Besonders hervorzuheben sei, dass diese Leistung mit einem sehr jungen und unerfahrenen Team erbracht wurde – und das mit deutschen Spielern in tragenden Rollen.

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Youngster Kayil als herausragende Figur

Einer dieser jungen deutschen Leistungsträger ist Jack Kayil. Der erst 20-jährige Berliner war gegen Malaga mit 25 Punkten nicht nur bester Schütze, sondern rettete seine Mannschaft mit entscheidenden Spielzügen überhaupt erst in die Verlängerung. Delow lobte den Youngster überschwänglich: „Mit welcher Selbstverständlichkeit er das macht und einfach übernimmt und uns trägt, das ist etwas Einzigartiges. Das habe ich so in einem Team noch nie erlebt.“ Kayil selbst blieb bescheiden: „Ich bekomme das Vertrauen vom Team, den Coaches und meiner Familie. Dadurch fällt das relativ einfach.“

Weiterer Nachwuchs in Aussicht

Der junge Kader könnte bald noch Verstärkung erhalten. Der 22-jährige Flügelspieler Michael Rataj ist bereits in den Spielerkadern der Bundesliga und Champions League gelistet, hat aber bisher noch keinen Vertrag unterschrieben. Rataj ist aktuell noch an der Baylor University aktiv und soll sein College zunächst beenden. Ojeda zeigte sich optimistisch: „Die Chancen stehen gut. Ich hoffe, dass es in ein oder zwei Wochen perfekt sein kann.“

Falls der Transfer zustande kommt, könnte Rataj noch im letzten verbliebenen Wettbewerb dieser Saison für Alba auflaufen – der Basketball-Bundesliga. „Hier kann er sich zeigen und es erhöht seine Chancen beim NBA-Draft“, erklärte Ojeda die Perspektive. Noch ohne Rataj geht es für Alba am Samstag beim Auswärtsspiel bei den MHP Riesen Ludwigsburg weiter (18.30 Uhr/Dyn).

Insgesamt blickt Alba Berlin also trotz des europäischen Aus auf eine äußerst positive Saison zurück, die vor allem durch die überragende Entwicklung der jungen deutschen Talente geprägt wurde.

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