Landesweiter Aktionstag mit Rekordbeteiligung: Industriekultur in Sachsen-Anhalt erlebbar
Die Menschen in Sachsen-Anhalt können am 16. Tag der Industriekultur eine beeindruckende Vielfalt historischer Schauplätze besichtigen. Mit mehr als 100 teilnehmenden Standorten verzeichnet der Aktionstag eine noch nie dagewesene Beteiligung, wie das Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt mitteilte. Am Sonntag öffnen sich Türen und Tore an zahlreichen Orten, die sonst oft der Öffentlichkeit verschlossen bleiben.
Von Nord bis Süd: Ein ganzes Land voller Industriegeschichte
Die historischen Industriestandorte erstrecken sich von Havelberg im Landkreis Stendal im Norden bis nach Zeitz im Burgenlandkreis im Süden. Vereine, Firmen, Museen und engagierte Einzelpersonen beteiligen sich an diesem besonderen Tag. Es geht dabei nicht nur um Technik und Architektur, sondern auch um Arbeitsgeschichte, gesellschaftlichen Wandel und touristische Erschließung.
„Es gibt Bunker zu besichtigen, man kann unter Tage gehen oder auf historischen Eisenbahnstrecken die Landschaft genießen“, erklärte ein Sprecher des Netzwerks. „Viele dieser Orte bleiben der Öffentlichkeit normalerweise unzugänglich.“
Vielfältiges Programm von Luftschutzbunker bis Planetarium
In der Landeshauptstadt Magdeburg laden das Technikmuseum, das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothesee und der Wasserturm im Stadtteil Salbke zu spannenden Führungen ein. In Halle können Besucher das Planetarium und das Salinemuseum erkunden, während in Bad Dürrenberg der historische Kohlenbahntunnel besichtigt werden kann.
- In Braunsbedra: Der Luftschutzbunker Krumpa
- In Deuben: Das Bergbaumuseum
- In der Welterbe-Region Anhalt-Dessau-Wittenberg: Über 40 Programm-Standorte
Industrielle Vergangenheit neu entdecken
Auch in der Region Mansfeld-Südharz beteiligen sich zahlreiche Einrichtungen mit besonderen Angeboten. Der dortige Museumsverbund präsentiert die Mansfelder Bergwerksbahn, das Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss in Hettstedt und das Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode. Hier steht die industrielle Vergangenheit der Kupferschieferbergbau-Region im Mittelpunkt.
Vorgelagerte Aktion „Offenes Werktor“
Bereits am Freitag und Samstag gibt es mit der Aktion „Offenes Werktor“ eine besondere Gelegenheit für Interessierte. Bei Führungen können Besucher einen Blick hinter die Kulissen beteiligter Firmen werfen. Dieser vorgelagerte Programmteil konzentriert sich in diesem Jahr vor allem auf den Burgenlandkreis und bietet zusätzliche Einblicke in aktive Industriebetriebe.
Der Tag der Industriekultur macht Technik-, Arbeits- und Stadtgeschichte auf einzigartige Weise erlebbar. Aus erster Hand von den Machern vor Ort erfahren Besucher, wie industrielle Entwicklung das Land Sachsen-Anhalt geprägt hat und bis heute prägt.



