Paket-Bote in Lieferwagen eingesperrt: Frau rettet Zusteller mit Hilfe der Feuerwehr
In Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz erlebte eine Frau eine überraschende Erklärung für ihre ausbleibende Paketzustellung: Der Zusteller saß in seinem eigenen Lieferwagen fest. Der DPD-Lieferant hatte sich zuvor bei der Empfängerin angekündigt, doch als er nicht erschien, wurde die Frau stutzig und machte sich auf die Suche.
Hilferufe aus dem Lieferwagen
Die aufmerksame Frau entdeckte den geparkten Lieferwagen und hörte die Hilferufe des eingeschlossenen Paketboten. Er saß im Laderaum des Fahrzeugs fest, da sich die Türen weder von innen noch von außen öffnen ließen. Verzweifelt versuchte die Frau, die seitlichen und hinteren Türen zu bewegen, doch alle Versuche blieben erfolglos.
Durch einen schmalen Spalt an der Hintertür gelang es ihr immerhin, dem Eingeschlossenen etwas zu trinken und zu essen zu reichen. Um kurz vor 12 Uhr alarmierte sie schließlich die Rettungskräfte.
Feuerwehr muss Spezialwerkzeug einsetzen
Feuerwehr und Polizei rückten sofort an. Der stellvertretende Wachführer der Feuerwehr Idar-Oberstein, Peter Späth, erklärte die Situation: „Durch einen Luftzug wurde die Tür wohl zugeschlagen. Das Lieferfahrzeug war schon älter, die Türen waren etwas verformt. Weder von innen noch von außen ließen sie sich öffnen.“
Die Einsatzkräfte mussten zur Werkzeugkiste greifen. Späth erläuterte das Vorgehen: „Die Schiebetür war etwas verformt. Wir konnten dann das Scharnier der Tür abschrauben und die Tür etwas aufbiegen.“ Mit dieser Methode gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, den Mann zu befreien.
Eine knappe Stunde in Gefangenschaft
Insgesamt war der Lieferant etwa eine Stunde in seinem Fahrzeug eingesperrt. Zum Glück blieb er nach Angaben der Polizei unverletzt. Die ungewöhnliche Rettungsaktion endete somit erfolgreich, und der Paketbote konnte seine Arbeit fortsetzen.
Dieser Vorfall zeigt, wie wichtig aufmerksame Nachbarn und schnelle Hilfe im Notfall sein können. Die Frau bewies bemerkenswerten Spürsinn, als sie nicht einfach auf ihr Paket wartete, sondern aktiv nach der Ursache für die Verzögerung suchte.



