Wal-Transport vor Poel: Bergung gestaltet sich schwierig
Die am Morgen gestartete Bergungsaktion für den vor der Insel Poel liegenden Buckelwal kommt nur schleppend voran. Zunächst war kein klarer Fortschritt erkennbar, der Wal hatte mittags noch immer die gesamte mehr als hundert Meter lange Rinne bis zum Transportkahn vor sich, wie auf Livestreams zu sehen war. Mehr als ein Dutzend Helfer zogen immer wieder an Gurten, die dem rund zwölf Tonnen schweren Tier zuvor umgelegt worden waren. Die Mitglieder einer privaten Initiative wollen den Wal zu einem mit Wasser gefüllten Transportkahn ziehen, der im tieferen Fahrwasser wartet.
In der sogenannten Barge soll der Meeressäuger, der seit vier Wochen in einer flachen Bucht vor der Insel Poel liegt, in die mehr als 400 Kilometer entfernte Nordsee transportiert werden. Um das Tier zur Barge bringen zu können, war in den vergangenen Tagen eine lange Rinne ausgebaggert worden. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte sich optimistisch gegeben. „Bis Sonnenuntergang sollte es möglichst gelungen sein, den Wal auf der Barge zu haben“, sagte er in Kirchdorf. Auch Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der privaten Initiative, meinte: „Wir wollen heute fertig werden.“
Die Bergungsaktion bleibt jedoch eine Herausforderung. Das Tier liegt weiterhin am Anfang der Rinne, und die Helfer müssen kontinuierlich an den Gurten ziehen, um den Wal in Richtung des Kahns zu bewegen. Die Aktion wird von einem großen Medieninteresse begleitet, und viele Schaulustige verfolgen das Geschehen vor Ort. Ob der Transport noch am selben Tag gelingt, bleibt abzuwarten.



