Wer in diesen Tagen an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs ist, kann in Zingst noch kostenlos im Strandkorb sitzen. Das Ostseeheilbad auf Fischland-Darß-Zingst hat die Saison früh gestartet: Bereits Mitte März wurden die ersten 30 Strandkörbe an den Strand gebracht.
Wo die Strandkörbe in Zingst stehen
„Die Strandkörbe sind dann bis 30. April kostenfrei nutzbar“, sagte die Sprecherin der Kur- und Tourismus GmbH, Nina Hesse, der dpa. In der Zeit nach Ostern bis 1. Mai würden dann nach und nach alle 535 Strandkörbe am Strand aufgestellt. In Zingst selbst kostet ein Strandkorb regulär 14 Euro pro Tag. Voraussetzung ist eine gültige Kurkarte. Die Körbe stehen nach Angaben des Ortes an den Übergängen 18, 20, 23 und 26, außerdem am Hundestrand an den Übergängen 27 bis 29.
Die reguläre Saison läuft witterungsabhängig von Mai bis Anfang Oktober. Für Gäste heißt das: Wer noch ohne Mietgebühr im Korb sitzen will, muss sich beeilen. Bis einschließlich Donnerstag, 30. April, können Gäste die Strandkörbe noch kostenlos nutzen. Ab Freitag, 1. Mai, greift der normale Tagespreis.
Was Strandkörbe an der MV-Ostsee kosten
Die aktuellen Preise zeigen deutliche Unterschiede je nach Ort, Lage und Anbieter. In Prerow kostet ein Strandkorb nach Angaben des Ostseebades 13 Euro pro Tag, unabhängig vom Standort. Die Körbe stehen dort von Mai bis Anfang Oktober an den ausgewiesenen Übergängen.
In Warnemünde liegen die Preise bei einem Anbieter an der Strandoase Treichel bei 15 Euro pro Tag, in der Wasserreihe bei 16 Euro. Wer erst ab 14 Uhr bucht, zahlt dort 10 Euro beziehungsweise 12 Euro in der Wasserreihe. Für eine Stunde werden fünf Euro fällig, ein VIP-Strandkorb kostet 35 Euro pro Tag. Dazu kommt ein Schlüsselpfand von fünf Euro.
Auf Usedom zeigt der Blick nach Heringsdorf: Dort kostet ein normaler Strandkorb bei einem Anbieter links und rechts der Seebrücke 13 Euro pro Tag oder 72 Euro pro Woche. Stundenweise werden drei Euro berechnet. XL-Körbe sind teurer: 18 Euro pro Tag an der Düne, 20 Euro pro Tag in der Wasserreihe.
Auch in Ahlbeck auf Usedom gibt es günstigere Tagespreise. Am Fischerstrand verlangt die Strandkorbvermietung Gröne für einen klassischen Strandkorb 12 Euro pro Tag bei Buchungen bis zu sechs Tagen; ab einer Woche sinkt der rechnerische Tagespreis auf elf Euro. Ein XL-Strandkorb kostet dort 15 Euro pro Tag, ab einer Woche 14 Euro pro Tag. Hinzu kommt ein Online-Transaktionsentgelt.
In Boltenhagen bewegen sich die Preise ab etwa 12 Euro pro Tag für einen Zweier-Strandkorb. Die genauen Preise sollen Gäste dort direkt beim jeweiligen Strandkorbvermieter erfragen; die Gemeinde erlaubt die Aufstellung der Körbe vom 1. Mai bis 30. September.
Früh buchen kann sich lohnen
Gerade rund um den 1. Mai und an den ersten warmen Wochenenden dürfte die Nachfrage an der Küste anziehen. Zingst, Prerow, Warnemünde, Boltenhagen, Heringsdorf und Ahlbeck zeigen dabei: Wer spontan an den Strand fährt, findet in der Vorsaison oft noch freie Körbe. In Ferienzeiten und an Wochenenden kann es deutlich schwieriger werden.
Für Familien lohnt sich der Preisvergleich besonders. Ein normaler Tageskorb kostet an den recherchierten MV-Stränden meist zwischen 12 und 16 Euro. XL- oder Wasserreihen-Körbe liegen höher. Wer mehrere Tage bleibt, sollte nach Wochenpreisen fragen: In Heringsdorf und Ahlbeck sinkt der Tagespreis bei längerer Buchung.
Was Urlauber jetzt wissen sollten
Wer an anderen Orten an der MV-Ostsee einen Strandkorb sucht, sollte vorab prüfen, ob Online-Reservierung möglich ist, ob eine Kurkarte nötig ist und ob Pfand oder Buchungsgebühren hinzukommen. Besonders begehrt sind Körbe in erster Reihe, an zentralen Strandzugängen und in der Nähe von Seebrücken, Promenaden oder Strandbars.



