Dresden - Sachsens Staatsregierung hat nach einer mehrtägigen Klausur zum neuen Haushalt beschlossen, bis 2040 insgesamt 8.773 Stellen bei Staatsbediensteten abzubauen. Dies soll die angespannte Finanzlage des Freistaats verbessern. Finanzminister Christian Piwarz (CDU) betonte in Dresden, dass es keine Kündigungen geben werde. Der Stellenabbau soll ausschließlich durch natürliche Altersabgänge realisiert werden.
Hintergrund des Stellenabbaus
Betroffen sind Beschäftigte des Landes und der sächsischen Staatsbetriebe. Die Gesamtzahl der Stellen soll bis 2040 auf rund 80.000 sinken. Ursache ist ein Finanzloch von aktuell rund 2,3 Milliarden Euro für die kommenden beiden Jahre sowie steigende Ausgaben und sinkende Handlungsspielräume in den kommenden Jahren.
Neue Schulden geplant
Zusätzlich plant die Landesregierung in den nächsten zwei Jahren neue Schulden in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Die Hälfte dieser Gelder soll direkt an die Kommunen im Land fließen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte, dass Land und Kommunen so handlungsfähig bleiben sollen. „Wir können dafür sorgen, dass das Wesentliche weiter geregelt ist“, so Kretschmer.
Der Stellenabbau und die Neuverschuldung sind Teil eines Maßnahmenpakets, um die finanzielle Stabilität Sachsens zu sichern. Die Regierung setzt dabei auf langfristige Einsparungen, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Die Altersabgänge sollen genutzt werden, um die Personalausgaben nachhaltig zu reduzieren.



