Vier-Sterne-Hotel auf Burg Schnellenberg meldet Insolvenz an
Burg-Hotel insolvent: Vier-Sterne-Haus in NRW betroffen

Seit über 700 Jahren thront die Burg Schnellenberg wie eine steinerne Wächterin über dem Sauerland. Einst zum Schutz der Region erbaut, dient sie heute als malerische Kulisse für Ausflüge, Feiern und Hochzeiten. Doch nun gerät das Wahrzeichen ins Wanken: Das Vier-Sterne-Hotel in der Burg hat Insolvenz angemeldet.

Historische Anlage mit besonderen Angeboten

Die ehrwürdige Burg, deren Geschichte bis ins frühe 13. Jahrhundert zurückreicht, beherbergt seit Jahrzehnten ein Hotel mit 42 Zimmern. Zu den weiteren Attraktionen zählen eine eigene Kapelle, ein Restaurant im Rittersaal, mehrere Veranstaltungsräume und ein Wellnessbereich mit Sauna. Gäste können zudem eine Schatzkammer besichtigen – allerdings befindet sich dort kein Gold, sondern mittelalterliche Sehenswürdigkeiten.

Insolvenz trotz exklusivem Ambiente

Trotz des besonderen Ambientes und der vielfältigen Angebote geriet das Geschäft ins Straucheln. Die Bilsing Hotelbetrieb GmbH & Co. KG musste beim Amtsgericht Siegen Insolvenz anmelden. Das Verfahren wurde am 24. April eröffnet, und ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bestellt.

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Bereits seit 1928 pachtet die Familie Bilsing die Burg nahe Attendorn (NRW). In den historischen Mauern führt sie das Hotel und Restaurant. Neben Urlaubern tagen dort auch Unternehmen. Zudem geben sich Paare in der Burg das Ja-Wort: Standesamtliche Trauungen und Hochzeitsfeiern sind vor Ort möglich. So wird die alte Festung immer wieder zur Bühne für große Gefühle.

Wie geht es für Hochzeitspaare weiter?

Wie es mit dem Vier-Sterne-Hotel weitergeht, ist derzeit ungewiss. Auch ob für diese Saison geplante Feiern wie Hochzeiten stattfinden können, bleibt offen. Vorerst laufen Hotel- und Restaurantbetrieb weiter, betont Thomas Bilsing im „Sauerlandkurier“. Man stehe noch am Anfang des Verfahrens. Nun müsse der Insolvenzverwalter eine umfassende Bewertung des Unternehmens vornehmen. Die Ursachen für die Insolvenz sind nicht bekannt. Eine Anfrage von BILD an den vorläufigen Insolvenzverwalter blieb bislang unbeantwortet.

Viele Hotels in finanzieller Not

Fest steht, dass derzeit viele Hotels wirtschaftlich kämpfen. Immer mehr Betriebe an der Ostsee schließen, große wie kleine. Sogar der größte Hotelbetreiber Europas geriet ins Straucheln. Auch besondere Häuser wie das Romantikhotel Bösehof in Niedersachsen rutschen in die Insolvenz. Gründe sind gestiegene Personal- und Energiekosten bei gleichzeitig zurückhaltenderen Konsumausgaben der Gäste.

Thomas Bilsing zeigt sich dennoch optimistisch: „Wir arbeiten hart daran, dass es weitergeht, und wir haben das Team dafür“, sagt er der Lokalzeitung. Entscheidend sei jedoch, dass die Gäste weiterhin auf die Burg kommen. Ob dies angesichts der steigenden Inflation gelingt, bleibt abzuwarten.

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