Im Fall einer in Bielefeld tot aufgefundenen 28-jährigen Frau hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 32-jährige Freund des Opfers sitzt wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, hat der Mann die Tat gestanden, beruft sich jedoch auf Notwehr.
Leiche in Kühltruhe entdeckt
Die Leiche der 28-Jährigen war am 12. April von ihrem Bruder in einer Kühltruhe in einem Mehrfamilienhaus im Bielefelder Stadtteil Gellershagen gefunden worden. Die Ermittler gingen sofort von einem Tötungsdelikt aus und fanden bald Hinweise auf den nun festgenommenen Mann, der keinen festen Wohnsitz hat. Zunächst war es jedoch nicht möglich, ihn ausfindig zu machen.
Festnahme am Frankfurter Hauptbahnhof
Der Verdächtige wurde am Dienstag am Hauptbahnhof von Frankfurt am Main festgenommen. Am Mittwoch führte man ihn einem Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld vor, der einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags erließ. Nach Angaben der Ermittler ergab die Obduktion der Leiche multiple Verletzungen an Kopf und Oberkörper der Frau. Als Todesursachen kommen Ersticken oder stumpfe Gewalteinwirkung im Halsbereich in Betracht.
Beziehung von gegenseitiger Gewalt geprägt
Der Verdächtige gab an, dass seine Beziehung zu der Frau von gegenseitiger Gewalt geprägt gewesen sei. Er sei der Ansicht, in einer Situation der Notwehr gehandelt zu haben. Die Ermittlungen dauern an.



