Wal-Drama vor Poel: Umweltminister Backhaus zeigt sich tief betroffen über Anfeindungen
Wal-Drama: Minister Backhaus tief betroffen über Anfeindungen

Wal-Drama vor der Insel Poel löst massive Anfeindungen aus

Die anhaltende Strandung eines Buckelwals vor der Insel Poel in der Ostsee hat nicht nur für tierisches Leid, sondern auch für eine beispiellose Welle der Anfeindungen gesorgt. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zeigt sich in dieser Situation tief betroffen und spricht von einer emotional aufgeladenen Atmosphäre, die er in seiner langjährigen Amtszeit noch nie erlebt habe.

Ministerium prüft rechtliche Schritte gegen Drohungen

Nach zahlreichen Drohungen gegen Behördenmitarbeiter, Wissenschaftler und freiwillige Helfer prüft die Landesregierung in Schwerin nun, Strafanzeigen zu erstatten. „Was strafrechtlich relevant ist, wird zur Anzeige gebracht“, erklärte Claus Tantzen, Sprecher von Umweltminister Backhaus. Sowohl im Umwelt- als auch im Innenministerium werden entsprechende Äußerungen gesammelt und einer genauen Prüfung unterzogen.

Fake News und unwahre Vorwürfe im Umlauf

Backhaus betonte, dass neben den direkten Drohungen auch zahlreiche Falschmeldungen im Umlauf seien. Diese betreffen unter anderem übertriebene Berichte über Bewegungen des Wals sowie Vorwürfe einer unterlassenen Hilfeleistung. „Diskussionen sind berechtigt, aber es ist wichtig dabei den Anstand zu wahren“, so der Minister. Er verwies darauf, dass alle Beteiligten ihr Bestes geben, um dem Tier zu helfen, und dass externe wissenschaftliche Beratung eingeholt wurde.

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Schwere Verletzungen machen Rettung unmöglich

Der gestrandete Buckelwal weist laut Experten schwerste Verletzungen auf dem Rücken und an der Seite auf und ist orientierungslos. Alle Fachleute sind sich einig, dass ein Eingriff dem Tier massive Schäden zufügen würde. Der Wal ist so geschwächt, dass er die Heimreise nicht überstehen würde, eine Tatsache, die nach Aussage des Ministers anerkannt werden muss.

Palliative Begleitung bis zum Ende

Im Zentrum der aktuellen Bemühungen steht die Begleitung des Wals „bis zur letzten Minute“. Backhaus beschrieb die Situation als eine Tragödie und verglich den Zustand des Tieres mit einem Hospizaufenthalt. „Wir machen nun palliative Maßnahmen. Wenn man es bildlich betrachten will, ist er im Hospiz“, sagte der sichtlich mitgenommen Minister.

Dank für den Einsatz der Helfer

Trotz der angespannten Lage dankte Backhaus ausdrücklich den freiwilligen Helfern, die sich rund um die Strandung engagieren. Der Wal liegt weiterhin an derselben Stelle vor Poel, an der er seit mehr als einer Woche festsitzt, und wird kontinuierlich überwacht. Die Situation wird nach wie vor mit größter Ernsthaftigkeit behandelt, betonte der Umweltminister abschließend.

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