Vier Gemeinden erhalten Förderbescheide für neue Musterfeuerwehrhäuser in Mecklenburg-Vorpommern
Fördermittel für neue Feuerwehrhäuser in vier Gemeinden

Vier Gemeinden im Amt Treptower Tollensewinkel erhalten Förderbescheide für neue Feuerwehrhäuser

Innenminister Christian Pegel von Mecklenburg-Vorpommern hat persönlich vier Feuerwehren im Amt Treptower Tollensewinkel Förderbescheide überreicht. Die frohe Botschaft erreichte die Wehren in Gültz, Letzin, Reinberg und Wildberg, die in den nächsten zwei Jahren neue Feuerwehrgerätehäuser erhalten sollen. Allerdings werden diese Förderbescheide nur wirksam, wenn bestimmte Voraussetzungen bis zum Stichtag erfüllt sind.

50 Millionen Euro Sondervermögen für Feuerwehren

Die Finanzierung der neuen Feuerwehrhäuser erfolgt aus einem Sondervermögen für Feuerwehren in Höhe von 50 Millionen Euro. Ursprünglich waren 35 Millionen Euro vorgesehen, doch die Summe wurde noch einmal erhöht. Christian Pegel, der als Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern selbst zu den einzelnen Wehren reiste, betonte die Bedeutung dieser Investitionen.

„Finanziert werden die Feuerwehrgerätehäuser aus einem Sondervermögen für die Feuerwehren in Höhe von 50 Millionen Euro“, erklärte Pegel. „Zuerst wurden hierfür 35 Millionen Euro vorgesehen, die Summe wurde dann noch einmal erhöht.“

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Musterfeuerwehrhaus-Programm mit drei Typen

Um Kosten zu sparen, hat das Land ein Musterfeuerwehrhaus-Programm entwickelt, bei dem die Wehren zwischen drei Typen wählen können. Im Grunde handelt es sich um zwei Bauweisen: quadratisch oder rechteckig. Bei der rechteckigen Form müssen sich die Wehren zusätzlich entscheiden, ob das Gebäude längs zur Straße oder mit der Frontseite zur Straße gebaut werden soll.

Insgesamt sollen 58 dieser Musterfeuerwehrhäuser gebaut werden, obwohl sich 72 Wehren beworben hatten. Die Kosten für ein solches Gerätehaus können bis zu 1,2 Millionen Euro betragen.

Stichtag 31. August für Eigentums- und Finanzierungsfragen

Für die Gemeinden ist Eile geboten, denn bis zum 31. August müssen alle Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören die Klärung von Eigentumsfragen, Baurecht und die Finanzierung des Eigenanteils der Gemeinde.

„Wenn diese Fragen nicht bis zum 31. August geklärt sind, dann verliert die Gemeinde ihren Anspruch auf die Fördermittel“, betonte Christian Pegel. „Dann hat eine nicht berücksichtigte Gemeinde die Chance, ein Feuerwehrhaus zu erhalten.“

Standortsuche in den vier Gemeinden

In Wildberg hat sich die Feuerwehr gemeinsam mit der Gemeindevertretung ein Grundstück an der Kreisstraße ausgesucht, das dem Bauern Stefan Barkmeyer gehört. Bürgermeisterin Beatrix Papke zeigte sich erfreut über die Bereitschaft des Landwirts, sein Grundstück für die Feuerwehr abzugeben.

In Reinberg wurde eine Fläche am Sportplatz ausgewählt, die der Gemeinde gehört. Bürgermeisterin Marion Dorn erklärte, dass früher dort ein Wohnblock stand, der 2002 abgerissen wurde. Mit der Zusage für ein neues Feuerwehrhaus sind auch Investitionen in das alte Gebäude hinfällig geworden.

In Gültz soll das neue Feuerwehrhaus unweit des alten Standorts auf dem Gelände eines ehemaligen Schrebergartens entstehen. Bürgermeister Ronny Roll berichtete, dass bereits mit den verbliebenen Pächtern gesprochen wurde, um die Auflagen schnell erfüllen zu können.

Neues Hygienekonzept für besseren Gesundheitsschutz

Die neuen Feuerwehrhäuser werden nach einem modernen Hygienekonzept gebaut, das vier separate Bereiche vorsieht:

  • Einen Aufenthaltsraum
  • Einen Raum zum Ablegen der Privatkleidung
  • Einen Raum zum Anziehen der Einsatzkleidung
  • Den Fahrzeugraum

Dieses Konzept soll die Feuerwehrleute vor Erkrankungen durch Giftstoffe schützen, die bei Bränden freigesetzt werden und in die Einsatzkleidung gelangen können.

Förderhöhe abhängig von kommunaler Finanzlage

Die Höhe der Fördermittel hängt von der sogenannten Rubikon-Farbe ab, die die Finanzlage der Gemeinde widerspiegelt. Es gibt vier Stufen: Grün, Gelb, Orange und Rot für Gemeinden mit schwieriger Haushaltslage.

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Drei der vier Gemeinden tragen die Farbe Rot und erhalten somit einen Zuschuss von 900.000 Euro. Eine Ausnahme bildet die Gemeinde Gnevkow für die Feuerwehr Letzin, die nur 790.000 Euro erhält. Christian Pegel erklärte dies damit, dass die Gemeinde bei der Beantragung der Fördermittel die Rubikon-Farbe Orange hatte.

Politische Bedeutung in Wahljahr

Die Übergabe der Förderbescheide erfolgt in einem Jahr mit Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Innenminister Christian Pegel wurde bei seinen Besuchen von lokalen Politikern begleitet, darunter Landtagsabgeordneter Thomas Krüger (SPD) und verschiedene Bürgermeister.

Die Feuerwehren und Gemeinden stehen nun unter Zeitdruck, um alle notwendigen Voraussetzungen bis zum Stichtag am 31. August zu erfüllen und so den Weg für den Bau der dringend benötigten neuen Feuerwehrhäuser frei zu machen.