Kuriose Rettungsaktion in der Wismarbucht: Frau schwimmt zu gestrandetem Wal
Ein außergewöhnlicher und rätselhafter Vorfall hat sich in der Ostsee vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern ereignet. Eine 58-jährige Frau aus Bayern sprang von einer Fähre ins eiskalte Wasser der Ostsee und schwamm in Richtung eines gestrandeten Buckelwals. Die Polizei konnte die Schwimmerin in der Nähe des Meeressäugers aus dem Wasser bergen und leitete umgehend erste Untersuchungen ein.
Polizei rettet Schwimmerin und prüft rechtliche Folgen
Laut Angaben einer Polizeisprecherin wurde die Frau am Abend aus dem Ostseewasser geholt, nachdem sie zuvor von einer Fähre gesprungen war. Die Frau trug zwar einen Neoprenanzug, dennoch wird überprüft, ob sie eine Unterkühlung erlitten hat. „Es ist kalt im Wasser – auch mit Neopren“, betonte die Sprecherin. Die Polizei untersucht derzeit, ob rechtliche Konsequenzen für die ungewöhnliche Aktion drohen könnten.
Zustand des gestrandeten Wals weiterhin kritisch
Der gesundheitliche Zustand des Buckelwals, der bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht gestrandet ist, bleibt nach Informationen des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns schlecht. Ein Pressesprecher des Ministeriums teilte mit, dass am Montagmorgen über das weitere Vorgehen beraten werden soll. Bereits am Wochenende gab es einen erneuten Rettungsversuch mit Walgesängen, der jedoch erfolglos blieb.
Die letzten Rettungsbemühungen wurden am 1. April eingestellt, um den verletzten Wal in Frieden gehen zu lassen, wie Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. Der Vorfall mit der Schwimmerin wirft nun zusätzliche Fragen auf und unterstreicht die anhaltende Dramatik um das gestrandete Tier.



