Baumblütenfest in Werder: Rückkehr zu den Wurzeln der Tradition
In wenigen Tagen beginnt eines der größten Feste Brandenburgs: Das Baumblütenfest in Werder an der Havel öffnet vom 25. April bis zum 3. Mai seine Pforten. Rund 30 Obstbauernhöfe und Gärten laden Besucher ein, die regionale Kultur zu erleben. Dabei setzt die Stadt bewusst auf ein neues Konzept, das die Tradition in den Mittelpunkt rückt und das Image des reinen Trinkgelages überwinden will.
Familienfreundlichkeit statt lauter Feiern
Vor etwa drei Jahren beschloss die Stadtverwaltung, das Fest grundlegend umzugestalten. Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) erklärte: „Höher, schneller, weiter, mehr führte zu Problemen. Wir widmen uns nun den Wurzeln des Festes.“ Ziel ist es, das Ereignis ruhiger und familienfreundlicher zu gestalten, nachdem es in der Vergangenheit zu zahlreichen Polizeieinsätzen und Beschwerden von Anwohnern gekommen war.
Die teilnehmenden Höfe bieten traditionelle Spezialitäten wie Obstwein, Schmalzstullen und Kirschkuchen an. 20 Höfe liegen entlang einer Route, die mit einem Shuttlebus, dem sogenannten Blütenbus, im 20-Minuten-Takt befahren werden kann. Zehn weitere befinden sich rund um die Festmeile in der Innenstadt.
Strukturierte Festwoche mit Höhepunkten
Das Baumblütenfest gliedert sich in mehrere Abschnitte:
- Die offenen Höfe und Gärten bilden den Kern der Feierlichkeiten.
- Vom 29. April bis 3. Mai ist ein Rummel geplant.
- Ein Volksfest mit großem Bühnenprogramm findet am Wochenende vom 1. bis 3. Mai statt.
- Ein Highlight wird der große Festumzug am 2. Mai sein.
Durch diese Struktur soll das Fest ein ausgewogenes Erlebnis für alle Altersgruppen bieten und die lange Geschichte des Baumblütenfestes würdigen. Die Stadt Werder an der Havel betont damit nicht nur die kulturelle Bedeutung, sondern auch die regionale Identität Brandenburgs.



