Die Gemeinde Lützow hat sich mit dem Bau einer neuen Sporthalle ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Dabei hatte man auf Unterstützung durch das Sonderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gehofft. Dieses Programm soll Kommunen beim Abbau erheblicher Sanierungsstaus unterstützen und Sportstätten von besonderer Bedeutung für soziale Integration, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und langfristige Nutzbarkeit zukunftsfähig weiterentwickeln.
In die Jahre gekommene Sporthalle soll ersetzt werden
14 Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern erhielten nun eine Förderzusage im Haushaltsausschuss. Die Gemeinde Lützow ist allerdings nicht unter diesen. Die Baupläne wird man jedoch nicht so einfach fallen lassen. „Wir sind dringend in der Pflicht, etwas zu machen. Ansonsten erleiden wir vielleicht irgendwann das Problem, von dem andere Gemeinden mit ihrer Infrastruktur schon betroffen sind. Ich möchte die Halle nicht in zehn Jahren zumachen und sagen, wir haben keine Alternative. Wir müssen da ran“, betonte Tino Waldraff während einer Gemeindevertretersitzung Anfang des Jahres.
Die Lützower Sporthalle hat ihre besten Tage längst hinter sich. Inzwischen ist die Sportstätte stark sanierungsbedürftig und nur eingeschränkt nutzbar: Fehlende Barrierefreiheit, unzureichende Kapazitäten sowie fehlende Tribünen verhindern eine volle Nutzung für Schule, Vereinssport und Wettkämpfe.
Die ausgebliebene Förderzusage sorgt nun für einen Dämpfer. „Wir haben sehr gehofft, dass wir in der ersten Auswahlrunde dabei sind, denn wir haben uns das letzte dreiviertel Jahr massiv dafür engagiert, dass wir das Projekt so weit vorbereiten können, dass es auch zuwendungsfähig ist. Wir haben eine Satzung aufgestellt und planungsrechtlich alle Grundlagen geschaffen und für das Objekt selbst natürlich auch“, schildert Bürgermeister Tino Waldraff. „Deswegen sind wir natürlich gerade im Moment ein Stück weit enttäuscht.“
So soll die geplante Turnhalle einmal aussehen
Wie der Bürgermeister berichtet, gebe es jedoch im Moment sich verdichtende Anzeichen, dass es im Herbst eine zweite Auswahlrunde mit einem neuen Budget geben könnte. „Bei dieser werden wir uns auf jeden Fall sofort wieder bewerben“, versichert Waldraff. Parallel dazu werde man versuchen, sich bei möglichen Landesförderungen zu bewerben. „Wir werden jetzt nicht auf diese eine Säule bauen, sondern versuchen, auch bei anderen möglichen Zuwendungsgebern Förderungen zu beantragen.“ Auf insgesamt 10,8 Millionen werden die Kosten für das Projekt derzeit beziffert.
„Aufgeben gibt es in Lützow nicht“
Obgleich es hierbei also zu zeitlichen Verschiebungen beim Thema Förderung komme, würden die weiteren Planungen und Vorbereitungen für die Leistungsphase drei des Objektes voraussichtlich fortgeführt, damit inhaltlich nicht so viel Zeit verloren wird. „Es ist ein Rückschlag, aber Aufgeben gibt es in Lützow nicht. Und von daher machen wir weiter und bewerben uns weiter um zukünftige Förderung, damit wir das Projekt auf jeden Fall umsetzen können“, sagt Tino Waldraff.
Über Fördermittel im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ freuen kann sich in Nordwestmecklenburg hingegen Wismar für die Sanierung des Kurt-Bürger-Stadions. Die Hansestadt erhält hierfür rund 5,6 Millionen Euro. Die Gemeinde Dorf Mecklenburg bekam eine Förderzusage für Mittel in Höhe von 495.000 Euro für die Sanierung der Sportfreianlage.



