China-Influencerin: Keine Wahlen, aber glücklich – ein Kosten-Nutzen-Kalkül
China-Influencerin: Kein Wahlrecht, aber glücklich

Die chinesisch-amerikanische Influencerin MissEatingGood sorgt auf Instagram für Aufsehen. Auf ihrem Account kombiniert sie appetitliche Essensfotos mit kurzen Vorträgen über die Vorzüge der Kommunistischen Partei Chinas. In einem Interview mit dem SPIEGEL erläuterte sie ihre ungewöhnliche Sichtweise.

Eine Frage der Kosten und Nutzen

Auf die Frage, wie sie fehlende freie Wahlen und eingeschränkte Meinungsfreiheit in China rechtfertige, antwortete die Influencerin nüchtern: „Für mich ist das eine einfache Kosten-Nutzen-Analyse.“ Sie betonte, dass sie die Demokratie nicht vermisse, da die wirtschaftliche Stabilität und der soziale Frieden in China für sie persönlich wichtiger seien.

Keine Demokratie, aber Zufriedenheit

MissEatingGood, die sowohl die amerikanische als auch die chinesische Staatsbürgerschaft besitzt, erklärte, dass sie in den USA die Freiheit habe, ihre Meinung zu äußern, aber in China ein funktionierendes System sehe, das den Menschen Sicherheit biete. „Ich habe beide Systeme erlebt und entscheide mich bewusst für das chinesische Modell“, so die Influencerin.

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Kritik und Unterstützung

Ihre Äußerungen stoßen auf geteilte Reaktionen. Während einige Follower ihre Offenheit loben, kritisieren andere sie für ihre Verherrlichung des autoritären Systems. MissEatingGood zeigt sich unbeeindruckt: „Ich spreche aus Erfahrung und Überzeugung. Jeder soll selbst entscheiden, was für ihn das Beste ist.“

Ein Blick auf die Karriere

Die Influencerin, die unter dem Namen MissEatingGood bekannt ist, hat sich auf chinesische Küche spezialisiert. Ihre Posts erreichen Millionen von Menschen weltweit. In letzter Zeit mischt sie jedoch vermehrt politische Botschaften unter ihre kulinarischen Inhalte. Dies hat ihr sowohl neue Follower als auch Kritiker eingebracht.

Zukunftsperspektiven

Ob sie weiterhin politische Inhalte teilen wird, lässt MissEatingGood offen. „Ich werde weitermachen, solange ich das Gefühl habe, dass meine Botschaft wichtig ist. Die Menschen sollen verstehen, dass es verschiedene Wege zum Glück gibt“, sagt sie abschließend.

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