INSA-Umfrage zur Berlin-Wahl: Rot-Rot-Grün könnte Rotes Rathaus übernehmen
Berlin-Umfrage: Rot-Rot-Grün vor Machtwechsel im Rathaus

Berliner Umfrage deutet auf politischen Umbruch hin

Im Roten Rathaus von Berlin zeichnet sich ein möglicher Machtwechsel ab. Gut fünf Monate vor der Berlin-Wahl am 20. September 2026 hat die aktuelle schwarz-rote Koalition nach einer aktuellen INSA-Umfrage ihre Mehrheit verloren. Die Koalition aus CDU und SPD kommt nur noch auf magere 38 Prozent der Stimmen – zu wenig für eine Regierungsbildung.

Detaillierte Umfrageergebnisse zeigen Veränderungen

Wären am kommenden Sonntag in der Hauptstadt Wahlen, gäbe es im Sechs-Wochen-Vergleich nur geringfügige Veränderungen: Die CDU verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 21 Prozent, während die FDP ebenfalls um einen Punkt auf 3 Prozent fällt. Die SPD legt leicht zu und erreicht 17 Prozent, ebenso wie die Sonstigen mit 8 Prozent. Die Grünen und die Linke verharren jeweils bei 15 Prozent, die AfD bleibt bei 17 Prozent stabil.

Interessant ist die Tatsache, dass auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, insgesamt 15 Prozent der Stimmen entfallen. Dadurch sind parlamentarische Mehrheiten bereits mit 43 Prozent möglich, was die Koalitionsbildung deutlich flexibler gestaltet.

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Mögliche Koalitionskonstellationen im Überblick

Die Umfrage zeigt zwei realistische Dreier-Koalitionen:

  • Rot-Rot-Grün (SPD, Linke, Grüne) käme auf 47 Prozent – eine deutliche Mehrheit
  • Eine Kenia-Koalition (CDU, SPD, Grüne) hätte sogar 53 Prozent und damit die Mehrheit der Wählerstimmen, gilt aber als politisch fragil

Die Grünen werden nach dieser Umfrage in jedem Fall mitmischen müssen, während die CDU trotz ihrer Position als stärkste politische Kraft in Berlin möglicherweise ausgebootet werden könnte. Regierungschef Kai Wegner (53, CDU) würde dann seinen Posten verlieren.

Wer könnte das neue Bündnis anführen?

Die Frage, wer ein rot-rot-grünes Bündnis anführen würde, ist derzeit noch offen. SPD-Herausforderer Steffen Krach (46) hat nach aktuellen Einschätzungen die Nase vorn, doch die endgültige Entscheidung steht noch aus.

INSA-Chef Hermann Binkert (61) kommentiert die Situation mit den Worten: „Es ist noch viel Bewegung möglich. Die fünf großen Parteien haben alle das Potenzial, auch stärkste politische Kraft zu werden.“ Eine Koalition mit der AfD schließen alle vier großen demokratischen Parteien kategorisch aus.

Wünsche der Berliner Bevölkerung

INSA ermittelte bei 1000 Befragten folgende Präferenzen für die Regierungsbeteiligung (Mehrfachnennungen waren möglich):

  1. 39 Prozent wollen, dass die SPD den Regierenden Bürgermeister stellt oder zumindest am Senat beteiligt ist
  2. 37 Prozent wünschen eine Beteiligung der CDU
  3. 28 Prozent erhoffen eine Beteiligung der Grünen
  4. 28 Prozent möchten die Linkspartei in der Regierung sehen
  5. 23 Prozent wollen die AfD am Ruder sehen

Die Umfrage zeigt deutlich, dass die politische Landschaft in Berlin fünf Monate vor der Wahl noch im Fluss ist und verschiedene Koalitionsoptionen möglich sind. Der Ausgang der Wahl wird nicht nur über die personelle Besetzung des Roten Rathauses entscheiden, sondern auch über die politische Richtung der Hauptstadt für die kommenden Jahre.

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