Politiker fordern ehrliche Bilanz bei Bahn-Großprojekten
Politiker fordern ehrliche Bilanz bei Bahn-Großprojekten

Nach der langwierigen Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg fordern Verkehrspolitiker von SPD und CDU eine ehrliche Aufarbeitung der Probleme. Die Deutsche Bahn müsse künftig offener mit Schwierigkeiten umgehen, hieß es.

SPD: Schattenseiten ungeschönt benennen

Die SPD-Verkehrsexpertin Anja Troff-Schaffarzyk betonte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Bei aller Erleichterung über das Ende der Umleitungen dürfen wir die gravierenden Schwachstellen dieses Mammutprojekts nicht verschweigen.“ Sie forderte, dass Bauzeitenpläne und Puffer für kritische Infrastrukturen künftig robuster und krisenfester kalkuliert werden müssten. „Die Bilanz weist Schattenseiten auf, die wir ungeschönt benennen müssen“, so Troff-Schaffarzyk.

CDU: Verlässliche Zeitpläne nötig

Der verkehrspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Björn Simon (CDU), verlangte, dass das Management der Deutschen Bahn aus den Verzögerungen lernen müsse. „Für die kommenden Korridorsanierungen brauchen wir verlässliche Zeitpläne und eine transparente Kommunikation, die Versprechungen gegenüber den Bürgern einhält“, sagte Simon.

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Strecke wird nach zehneinhalb Monaten wieder freigegeben

Die Bahnstrecke Berlin-Hamburg wird am Sonntag nach rund zehneinhalb Monaten wieder für den Verkehr freigegeben. Die Generalsanierung begann im August 2025 und verzögerte sich um etwa eineinhalb Monate. Als Grund für die Verspätung nannte die Bahn Frost zu Jahresbeginn.

Während der Sanierung mussten Fern- und Güterzüge Umwege fahren. Im Regionalverkehr verkehrten Züge nur auf Teilstrecken, und Fahrgäste waren auf Busse angewiesen. Mehr als 200 Busse wurden dafür bereitgestellt.

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