Stefan Möller prüft Kandidatur für AfD-Bundesvorstand beim Parteitag in Erfurt
Der Höcke-Vertraute Stefan Möller hält sich eine Kandidatur für den AfD-Bundesvorstand offen. Eine Entscheidung wird beim Bundesparteitag der Partei im Sommer fallen, wie aus Erfurt berichtet wird.
Thüringer AfD-Co-Chef schließt Kandidatur nicht aus
Thüringens AfD-Co-Chef Stefan Möller schließt eine Kandidatur für den Bundesvorstand seiner Partei nicht aus. Auf eine entsprechende Frage der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt antwortete Möller mit einem „Möglicherweise“. Er betonte, dass er eine Kandidatur nicht ausschließe.
Möller ist neben Björn Höcke Co-Chef der Thüringer AfD, die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet wird. Möller gilt als enger Vertrauter von Höcke und spielt eine zentrale Rolle in der regionalen Parteistruktur.
Fokus auf Themen statt Hierarchie
Welchen Posten genau sich Möller im Bundesvorstand vorstellen kann, wollte er nicht konkret benennen. „Wenn ich mich für die Bundesvorstandsarbeit interessiere - und das tue ich in einem gewissen Maße - dann hängt das vor allem mit dem persönlichen Anspruch zusammen, bestimmte Themen voranzubringen“, erklärte Möller.
Er schaue daher weniger auf die Hierarchie innerhalb des Gremiums, obwohl diese durchaus Bedeutung bei der Durchsetzungskraft habe. Allerdings sei es noch zu früh, darüber im Detail zu sprechen. Möller betonte, er wolle Entscheidungsprozessen nicht vorgreifen und die internen Abläufe respektieren.
Bundesparteitag in Erfurt geplant
Der Bundesparteitag der AfD ist für den 4. und 5. Juli in Erfurt geplant. Dabei soll der Bundesvorstand neu gewählt werden. Bisher ist von der Thüringer AfD Stephan Brandner im Bundesvorstand vertreten. Die mögliche Kandidatur von Möller könnte die Dynamik innerhalb der Partei beeinflussen.
Die Entscheidung über eine Kandidatur wird in den kommenden Wochen erwartet, wobei Möller seine Überlegungen noch nicht abschließend kommuniziert hat. Die Entwicklung wird mit Spannung beobachtet, da sie Auswirkungen auf die Machtverteilung innerhalb der AfD haben könnte.



