Die Stadtverwaltung Potsdam soll ihre umstrittenen Planungen für die Stadt- und Ortsteile Bornstedt und Uetz-Paaren überdenken und die Bürger besser über das Vorhaben „Campus Schlaatz“ informieren. Dies haben die Stadtverordneten in ihrer Nachholsitzung am Montagabend beschlossen.
Unmut über Campus Schlaatz und Rahmenplanung
Hintergrund sind anhaltende Proteste und Kritik aus der Bevölkerung. Der geplante „Campus Schlaatz“ im gleichnamigen Plattenbauviertel stößt auf Widerstand, weil Anwohner eine mangelnde Information und Beteiligung beklagen. Auch die Rahmenplanung für Bornim/Bornstedt sowie ein Bürgerhaus in Uetz-Paaren waren Gegenstand der Diskussion. Die Stadtverordneten forderten die Verwaltung auf, die Planungen noch einmal zu überprüfen und transparent zu kommunizieren.
„Es geht darum, Vertrauen zurückzugewinnen und die Menschen mitzunehmen“, sagte ein Sprecher der Stadtverordnetenversammlung. Konkrete Zahlen zu den Kosten oder zum Zeitplan wurden in der Sitzung nicht genannt.
Weitere Schritte gefordert
Die Beschlüsse sehen vor, dass die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung im September einen Bericht vorlegt, der die Kritikpunkte aufgreift und Verbesserungsvorschläge enthält. Insbesondere die Informationspolitik zum Campus Schlaatz soll überarbeitet werden. Parallel dazu sollen die Planungen für Bornstedt und Uetz-Paaren mit den Bürgerinitiativen abgestimmt werden.
Die Stadtverordneten betonten, dass die Vorhaben für die Stadtentwicklung wichtig seien, aber nur mit Akzeptanz der Betroffenen umgesetzt werden könnten. Die Diskussion zeigte, dass in allen drei Fällen Nachbesserungsbedarf besteht.



